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Hauerz - Die Trachtenkapelle Hauerz in der Festhalle Hauerz unter der Leitung von Dirigent Hermann Schwarz spielte unter dem Motto „40 Jahre Freundschaft Musikverein Niefern und MV Hauerz 1980-2020“ gemeinsam mit den musikalischen Gästen aus Niefern unter der Leitung von Roland Eberle ihr traditionelles Osterkonzert und holten damit das 2020 abgesagte gemeinsame Konzert nach.

 

Die Musikkapelle Niefern eröffnete das Konzert mit Bigband Swing und der „Rock Opening“ von Manfred Schneider. Darauf folgen ein Elvis-Klassiker-Medley, welche die Filmmusik aus dem bekannten Kinderfilm „Lilo & Stitch“ bildeten, gespielt im Arrangement von Peter Kleine Schaars. Bei „Voice of the Vikings“ von Michael Geisler wurde Das fachkundige Publikum in die Welt der Wikinger entführt. Wobei das mit der Stimme der Wikinger wörtlich zu nehmen war, denn auch bei ihrer Gesangseinlage konnten die MusikerInnen des Musikverein Niefern punkten.

Den Abschluss des ersten Konzertteils bildete das Solo-Stück „Zwei Lausbuben“ von Stephan Hutter. Doch weil Kapelle und Solisten dabei gerade so in Schwung waren intonierten und improvisierten die Solisten und „Lausbuben“ Armin Schwarz am Tenorhorn und Heinz Schad am Flügelhorn gleich noch den Beatles Ohrwurm „Hey Jude“. Die Spielfreude war den Musikern deutlich anzusehen, so dass sie neben der ersten Zugabe, dem Marsch Allgäuland des nur wenige Kilometer entfernt lebenden Komponisten Kurt Gäble, gleich noch den Led Zeppelin-Klassiker – von Blaskapellen eher selten gespielte– „Stairway to Heaven“ und den Zieglauer Zigeunermarsch reloaded folgen liessen.

Den zweiten Konzertteil eröffnete die Trachtenkapelle Hauerz unter dem Dirigat von Hermann Schwarz mit der „Petite Suite Pittoresque“ des hollandischen Komponisten Willy Hautvast. Die vierteilige Suite enthält aus vier Sätzen mit ganz unterschiedlichen Stilen. Nach dem eher ruhigeren, auf klassischen Akkorden basierendenVorspiel folgte ein schnellerer Volkstanz, nach dem moderneren Zwischenspiel folgten als Finale fugatische Barockklänge.

In „Mt. Everest“, „Sagarmatha“ oder „Tschomolangma“ wie der höchste Berg der Erde auf nepalesisch /tibetisch heißt, zeigt der amerikanische Komponist Rossano Galante sowohl die Schönheit als auch die Gefahren, die dem Menschen an diesem Berg drohen musikalisch auf. Beim elegischen „Music" von John Miles, von den Hauerzern Musikern im Arrangement von Philipp Sparke gespielt, bekannte als Solistin am Altsaxophon Elea Engelsberger, die übrigens gemeinsam mit Simone Ritscher und Doris Schiedel für die Hauerzer Musiker durchs Programm führte – genau wie es in der ersten Textzeile heißt „Music was my first love“ ihre Liebe zur Musik.

In die Welt der Filmmusik stiegen die Hauerzer mit „Selection from Mary Poppins“ von Richard M. Sherman, arrangiert von Ted Ricketts, ein. „Superkalifragilistikexpialigetisch“ ist die berühmteste Wortschöpfung – und wohl auch das berühmteste Lied – aus dem Disney Musical über das perfekte Kindermädchen, das mit einem Schnipps z.B. das Kinderzimmer aufräumen oder mit dem Karussellpferd davonreiten kann.

Tanzen war leider aus Platzgründen nicht möglich, sonst hätte es so manchen Gast in den Füßen gejuckt, auf die wunderbaren und ein wenig wehmütigen Walzermelodien des „Second Waltz“ von Dimitri Shostakovitch das Tanzbein zu schwingen. Zum Ende des offiziellen Programmteiles gab es noch einmal Musicalmelodien für die Konzertbesucher: mit den bekanntesten Titeln aus dem „Phantom der Oper“.

Doch damit waren die Hauerzer Musiker noch nicht am Ende angelangt, der Höhepunkt des Programmes stand noch aus: Die Taktstockübergabe von Hermann Schwarz an den neuen Dirigenten des Musikverein Hauerz, Simon Wältl, der zukünftig die musikalische Leitung inne haben wird. Ingrid Ritscher und Dominik Müller wünschten dem „Neuen“ mehr Glück als es Hermann Schwarz in Hauerz beschieden war.

Als dieser 2020 seinen Dienst angetreten hatte, war das Osterkonzert gemeinsam mit dem Musikverein Niefern bereits geplant und musste dann wie viele andere Veranstaltungen in der Folge aus bekannten Gründen abgesagt werden. Dennoch hatte Schwarz so oft es ging die lange Fahrt von Autenried bei Günzburg nach Hauerz angetreten, um die Musiker „auf Niveau zu halten“, wofür sie ihm sehr dankbar waren.

Simon Wältl startete an diesem Ostersonntag engagiert mit dem Konzertmarsch „Abel Tasman“ in die gemeinsame Zukunft, dem er noch als weitere Zugabe die Polka „Guten Abend, gute Nacht“ von Alexander Stütz folgen ließ, womit er der ehemalige Dirigent des MV Bellamont einen gelungenen Einstand feiern konnte.

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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halloRV

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