DBSZ DBSZ BadWurzach 1200v01

Bad Wurzach - Mit der letzten Bad Wurzacher Bürger-und Gästeinformation flatterten auch die Fragebögen des Stadtseniorenrates in die Briefkästen vieler Haushalte. Bei einem Pressegespräch erläuterte das Leitungsteam was für Ziele der Stadtseniorenrat damit verfolgt.

Rund eineinhalb Jahre sind nun seit der Neuaufstellung des Stadtseniorenrates in Bad Wurzach vergangen, Zeit in denen das Leitungsteam mit Klaus Schütt, Gemeinwesensarbeiterin Susanne Baur, Waltraud Heine, Marlene Kolb, Gisela Grösser, Christian Leggemann und seitens der Stadtverwaltung Melanie Möllering natürlich nicht untätig gewesen. Sie haben den jetzt ausgegebenen Fragebogen selbst entworfen und zusammengestellt.

Christian Leggemann, der erst seit drei Jahren in den Ruhestand getreten ist und ansonsten fleissig in der evangelischen Kirchengemeinde aktiv ist, erläutert den zeitlichen Ablauf: „Nach der Ära Stauss und der Neuformierung stand erst einmal eine Bestandsaufnahme an.“ Viele Fragen die sich das Leitungsteam stellte, tauchen auch in irgendeiner Form in dem Fragebogen auf. Dabei sind die Probleme, mit denen Senioren zu kämpfen haben, in den Ortschaften oft andere wie diejenigen im Kernort.

„Weil Bad Wurzach mit Susanne Baur schon seit langem eine Gemeinwesensarbeiterin hat, ist die Stadt den Nachbargemeinden, die ebenfalls solche – zensusähnliche – Umfragen gemacht haben ein gutes Stück voraus.“

„Da sind wir etwa Aitrach weit voraus, das bei seiner Umfrage nur 40 ausgewählte Personen befragte,“ sagt Waltraud Heine.

Aus den für die weitere Arbeit des Seniorenrates wertvollen Erkenntnisse aus der Umfrage werden Statistiken erstellt, die umso genauer ausfallen wird, je mehr ausgefüllte Fragebögen abgegeben werden, betonen Klaus Schütt und Susanne Baur.

Unterschiede zwischen den Teilorten und dem Kernort sieht Schütt etwa bei Mobiltätsfragen. Für Susanne Baur stehen Fragen der Kommunikation „Wie erreichen wir die älteren Menschen?“ im Vordergrund. Marlene Kolb, die sich schon lange bei Herz & Gemüt engagiert, meint dazu: „Es wird immer schwieriger, die alteren Menschen zu erreichen.“ Denkbar wäre für den Seniorenrat hier Digital-Paten, an die sich die Senioren wenden können, wenn das Smartphone mal nicht so tut, wie es sollte. Oder auch um ihnen einfach die Angst vor den digitalen Kommunikationsmittel zu nehmen.

Unter die Fragen haben die „Macher“ gezielt auch solche eingstreut, die nicht einfach mit einem Kreuzchen zu beantworten sind, damit die Menschen bei der Beantwortung auch selbst ihre eigenen Ziele formulieren können, auch in dem Bewußtsein, dass diese bei Umfragen sehr oft nicht beantwortet werden.

Klaus Schütt denkt auch an die Zielgruppe der „Fitten und Junggebliebenen“, hier sieht er das Potential für zukünftige Ehrenamtliche. Denn, sagt auch Christian Leggemann: „Wir sind kein Verein und würden uns über jeden freuen der Ideen einbringt.“ Susanne Baur hat mit der Aktion nicht nur Senioren im Blick. sie wendet sich ausdrücklich an Pflegende Angehörige oder solche Menschen, die wie der Ausdruck Betreuung sagt „für andere da sind“, wenn mal Dinge nicht mehr gehen.

Die Kosten für Druck und Gestaltung der Fragebögen hatte die Stadt übernommen, wofür das Leitungsteam sehr dankbar ist. Bisher sind etwa 6.600 Exemplare über die Bürger- und Gästeinformation verteilt worden.„Wer jedoch noch weitere braucht, etwa damit bei Eheleuten beide ihren eigenen ausfüllen können, gibt es in den Ortsverwaltungen, in Rat-und Amtshaus noch welche, “erklärt Melanie Möllering „Wir würden uns über einen guten Rücklauf freuen, denn je mehr wir Informationen erhalten, umso präzisere und differenzierte Aussagen.“

„Aber, darüber muss sich jeder im klaren sein, “ sagt Susanne Baur, „es ist erst eine Bestandsaufnahme, die einen Prozess einleitet. Es kann niemand erwarten, dass es von heute auf morgen große Veränderungen geben wird.“

 

Bericht und Foto Uli Gresser

 

--------------------------------------------------

halloRV

­