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Bad Wurzach - Bei der diesjährigen Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung Stadt gab es u.a. einige Ehrungen des Feuerwehrverbandes für langjährige Aktive, aber auch eine interne Ehrung für einen der wichtigsten Männer im Feuerwehrhaus.

Nach der Begrüßung u.a. von Bürgermeisterin Alexandra Scherer, der Sachbearbeiterin für Feuerwehrangelegenheiten in der Stadtverwaltung, Heike Hierlemann und der Feststellung der Beschlussfähigkeit bat Kommandant Rolf Butscher die Versammlung sich für die Totenehrung zu erheben. Er bezog sich dabei nicht nur auf die verstorbenen Kameraden aus den eigenen Reihen, sondern schloss alle Feuerwehrangehörigen weltweit mit ein, die bei ihrer Tätigkeit ihr Leben verloren hatten.

Butscher eröffnete seinen Bericht mit der Übersicht über die 114 Einsätze, die die Abteilung Stadt im Jahre 2022 gefahren hatte. Da standen 26 teilweise spektakulären Brandeinsätzen, wie die Vollbrände zweier Lkw´s, 11 Öleinsätzen und 9 Verkehrsunfällen gegenüber. Ebenfalls sehr spektakulär waren die Sturmeinsätze in Eintürnen im August. Viermal musste Feuerwehr zur Personenrettung ausrücken, dreimal mussten Tiere gerettet werden.

Fast so häufig wie zu Bränden mussten die Wehrmänner und -frauen zu diversen Hilfeleistungen ausrücken, 10 Mal, weil Brandmeldeanlagen angeschlagen hatten. Daneben galt es sechsmal zu Türöffnungen, viermal bei Gefahrgut auszurücken. Zweimal war die Notfallseelsorge gefragt, einmal war Überlandhilfe erforderlich und 10 Mal wurde der Rettungsdienst unterstützt.

Nachdem ab Mitte Mai der Probenbetrieb wieder in Präsenz möglich war (nach zuvor vier Online-Proben) kamen die zum Jahresende 63 aktiven Feuerwehrleute, davon vier Frauen, zu insgesamt 15 Regelproben und drei Sonderproben zusammen. Butscher zeigte sich angesichts von 75% Probenbesuch sehr zufrieden mit seiner Mannschaft, bei der sich nach der langen Corona-Cause eine Weiterbildungsstau gebildet hatte und die in der Folge geradezu begierig auf Fortbildungen war.

Neben Trupp-Mann und Sprechfunker Ausbildungen – wobei Lehrgänge auch im heimischen Feuerwehrhaus durchgeführt werden konnten – wurden auch speziellere Ausbildungsstufen wie etwa von Jürgen Herdrich zum Verbandsführer, Roland Herdrich zum Gerätewart, Robin Mahler zum Pressesprecher und Martin Walser zum Sprechfunker-Ausbilder gemacht.

Für die Organisation der Abteilung wurden vier Ausschusssitzungen, eine Führungsbesprechung sowie eine Hauptversammlung der Abteilung Stadt durchgeführt.

Schriftführer Rainer Herdrich ging in seinem Bericht auf die kameradschaftlichen Feste und Veranstaltungen ein. Den Auftakt bildete die Floriansmesse Anfang Mai, wenige Tage später war die Auftaktveranstaltung zum 40jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr, die in diesem Jahr mit dem Festakt im September und der Leistungsspange im Oktober im Mittelpunkt der Festivitäten stand.

Daneben stand auch noch der offizielle Gründungstermin der Altersabteilung aller Wehren von Bad Wurzach im August statt. Neben Teilnahmen mit Abordnungen an der Fronleichnamsprozession und dem Volkstrauertag, Absperrmaßnahmen am Heiligblutfest gab es endlich auch wieder die Möglichkeit zu Grillfest und Halloweenparty. Auch der Blauchlichttag im Rahmen des Kinderferienprogrammes wurde zu einem großen Erfolg.

Erfolgreich mit Platz 4 (von 28 Mannschaften) schnitt das Bad Wurzacher Team bei der Orientierungsfahrt in Aulendorf ab, nach der Hauptprobe gemeinsam mit der Feuerwehr Kisslegg in Immenried wurde die Kameradschaft über die Stadtgrenzen hinaus gepflegt.

Im Mittelpunkt des Berichts von Jugendwart Pascal Schmehl standen natürlich die Veranstaltungen zum Jubiläum. Er betreute mit seinem Team im vergangenen Jahr die stattliche Zahl von 48 Jugendlichen, 11 Neuzugängen standen fünf Austritte und acht Übergänge zu den Aktiven gegenüber. Sozusagen als Geburtstagsgeschenk wurde für den Nachwuchs der Jugendraum renoviert.

Gerd Sonnenmoser, der Leiter der Altersabteilung, berichtete in seinem Rechenschaftsbericht von einem Radausflug, aber auch von der Teilnahme am Abschiedsgebet für verstorbenen ehemaligen Eintürner Kommandanten Bucher.

Zum 31.12. 2022 zählte die Altersabteilung 11 Mitglieder.

Kassier Alexander Gebauer konnte der Versammlung von einem ordentlichen Gewinn berichten, der für den in diesem Jahr wieder eingeplanten Ausflug verwendet werden soll. Nachdem Kassenprüfer Martin Walter dem Kassier eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt hatte stand der – einstimmig durch die Versammlung – erteilte Entlastung nichts mehr im Weg.

Bei den folgenden Wahlen wurden Jürgen Herdrich als Stellvertretender Abteilungskommandantund Alexander Gebauer als Kassier jeweils in geheimer Wahl wiedergewählt. Zum Mitglied des Ausschusses der Gesamtfeuerwehr wurde Ralf Hofmeister ebenfalls in geheimer Wahl gewählt.

Bürgermeisterin Scherer sagte in ihrem Grußwort, dass bei Der Feuerwehr immer viel los sei, egal ob Freud´oder Leid, es sei immer pures Leben. „Ich denke an Sie, wenn ich bei einem Alarm ebenfalls geweckt werde.“ Sie habe große Hochachtung vor dem Dienst, den die Männer und Frauen verrichteten. Sie lobte den guten Ausbildungsstand „wir fühlen uns gut aufgehoben.“ Auch bei der Jugendarbeit sei die Feuerwehr sehr gut aufgestellt. Das wüssten auch die Bürger zu schätzen, die bereits zum zweitenmal den Erlös der Leergutbons bei Rewe an die Feuerwehr gespendet hatten.

Norbert Fesseler, Mitglied der Wurzacher Wehr überbrachte als stellvertretender Kreisbrandmeister die Grüße von Kreisbrandmeister Oliver Surbeck. Er sagte: „Corona hat uns in Sachen Ausbildung zurückgeworfen. “ Daher sei es wichtig gewesen, dass die Lehrgänge schnell vollbelegt gewesen seien, vor allem von Ausbildern, Fachberatern und Schiedsrichtern.

Geehrt mit dem bronzenen Feuerwehrabzeichen des Landesverbandes wurden Michael Westermayer und Alexander Strobel für 15 Jahre als aktive Feuerwehrmänner. Berhard Schad erhielt das Abzeichen in Silber für 25 Jahre, davon war er 13 Jahre Kassier der Abteilung. Für die Ehrung von Christian Westermayer, der für 40 Jahre mit dem goldenen Ehrenzeichen ausgezeichnet wurde, und der sich darüberhinaus auch Jahrzehnte im Ausschuss engagiert hatte, baten Rolf Butscher und Norbert Fesseler die Versammlung sich von den Plätzen zu erheben. Ebenfalls eine Urkunde erhielt Martin Walter, der zum Kreis-Ausbilder für Sprechfunker bestellt worden war.

Eine interne Ehrung wurde dem Wirt des Florianstübles, Manfred Pätzold, zuteil: Dieser ist seit 22 Jahren mit Leib und Seele für das leibliche Wohl der Floriansjünger zuständig, und das zur vollsten Zufriedenheit, die der langanhaltende Beifall bewies.

Rolf Butscher beendete die Versammlung mit einem kurzen Sachstandsbericht zu den anstehenden Neuanschaffungen von Fahrzeugen und Gerät, ebenso wie es um den Neubau des Feuerwehrhauses in Eintürnen steht. Mit der Bekanntgabe einiger Termine und einer langen Reihe von Danksagungen an seine Mannschaft beendet Rolf Butscher die rund dreistündige Jahreshauptversammlung 2023.

 

Bericht und Bild Uli Gresser

 

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halloRV

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