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Bad Wurzach - Die Riedwiesen im Wurzacher Ried sind sehr sensible Lebensräume. Durchziehende Vogelarten nutzen sie als Rast- und Nahrungsgebiet. Jede Störung bedeutet Stress und beim Auffliegen verbrauchen die Vögel wichtige Energiereserven.

Mit fortschreitendem Frühjahr stellen sich nun immer mehr Brutvögel auf diesen Flächen ein. Hierzu zählen auch äußerst seltene Vogelarten in Deutschland, wie beispielsweise der stark gefährdete Kiebitz oder die vom Aussterben bedrohte Bekassine. Reptilien wie Eidechsen oder Schlangen nehmen im Frühjahr gerne ein Sonnenbad an den Wegrändern und haben sich im Herbst hier geeignete Winterverstecke gesucht. Auch Insekten überwintern oftmals in einem Unterschlupf nahe der Wege.

Das Naturschutzzentrum Wurzacher Ried bittet daher alle Besucher und Besucherinnen, sich ganzjährig an das ausgewiesene Wegekonzept im Naturschutzgebiet zu halten und die Wege nicht zu verlassen. Außerdem sind Hunde unbedingt an der Leine zu führen.

Werden Brutvögel beispielsweise durch Hunde aufgeschreckt und verlassen ihr Nest, können ihre Eier auskühlen oder Jungvögel von Räubern erbeutet werden.

Mehrfache Störungen können zur Aufgabe der Brut führen, wodurch seltene Arten zunehmend unter Druck geraten.

Weitere Infos unter www.wurzacher-ried.de .

 

Text: Valeska Ulmer (Naturschutzzentrum Wurzacher Ried)

 

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