Seibranz - Die Seibranzer Musikanten konnten sich freuen: Bei ihrem Bockbierfrühschoppen sorgten viele deftige, weiß-blaue lukullische Schmankerl auf der Speisekarte und das gute Härle Böckle, aber auch das musikalische Schmankerl mit der fast in voller Besetzung angetretenen Musikkapelle Willerazhofen unter ihrem Dirigenten Manfred Schuhmacher für ein volles Haus.
Es war die siebte Ausgabe des Bockbierfrühschoppens unter der Regie des Musikvereines, auch wenn der letzte wegen den Pandemieeinschränkungen schon vier Jahre zurückliegt.
Manfred Schuhmacher selbst sagte in einer seiner Moderationen, dass die Willerazhofener bereits 2020 den Frühschoppen spielen hätten sollen. Nur drei Tage vorher hatten sie dann das gleiche Schicksal ereilt wie viele Veranstaltungen in jener Zeit: der Frühschoppen musste abgesagt werden.
Um so mehr freute sich jetzt der Sprecher des Vorstands des MV Seibranz, Manfred Hierlemann, dass jetzt endlich wieder das dunkle Bier den durstigen Kehlen der Besucher schmeicheln konnte. Das war auch gleich das erste Getränk das die Seibranzer Ortsvorsteherin Petra Greiner orderte, als sie nach dem Kirchgang die Halle betrat. Apropos Halle: Dort wird es wohl der letzte Bockbier-Frühschoppen für einige Zeit gewesen sein, denn die Halle wird ab dem Frühjahr – endlich – saniert.
Dass die Musikkapelle Willerazhofen eine herausragende Stimmungskapelle ist – erinnert sei hier nur an den Fahneneinzug ins Festzelt beim Kreismusikfest in Ziegelbach – zeigte sie denn auch an diesem Sonntagmorgen in der Seibranzer Turn- und Festhalle. Ob bei einer mährischen Polka von Vlado Kumpan, der Erkennungsmelodie des Grand Prix der Volksmusik im Fernsehen, die im Arrangement von Martin Scharnagl zu „So schön ist Blasmusik“ wurde, oder auch z.B. bei der Liebeserklärung „Ein Kompliment“ der Sportfreunde Stiller, zahlreiche Solis zeigten, dass die Willerazhofener Musikanten nicht nur als Kollektiv eine starke Leistung abliefern konnten. So wie etwa ihr Musik-Rentner am Alt-Saxophon bei dem zum Klassiker gewordenen Solo von „Baker Street“.
Die Musikanten des MV Seibranz hatten also über die Mittagszeit alle Hände voll zu tun, bis die Willerazhofener nach einigen Zugaben gegen halb zwei die Bühne räumten. Doch danach war noch lange nicht noch Schluss. Rechtzeitig zu Kaffee und selbstgebackenen Kuchen stellten noch einige Seibranzer Jungmusikanten gemeinsam mit einigen „alten Hasen“ unter Dirigent Erich Minsch ihr Können unter Beweis.
Bericht und Bilder: Ulrich Gresser

