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Haidgau - Nach dem musikalischen Auftakt durch die Hoigamer Stroaßa Hup´r begrüßten Zunftmeister Daniel Wassner und sein Vize Peter Rösch, zunächst das fast komplett angereiste Präsidium des ANR, die zwei verdiente Haidgauer Narren mit dem Hästrägerorden auszeichnen sollten, ehe sie die Vertreter der 61 Teilnehmer am diesjährigen Haidgauer Narrensprung auf die Bühne baten.

Ortsvorsteherin Ernestina Frick, die Vorfeld der Fasnet deutlich machte, dass sie in diesem Jahr nicht gewillt ist, ihre Macht über das Rathaus während der närrischen Tage abzugeben, machte mit ihrem ironischen Gastgeschenk (einem Bild mit „letzter Vorhang 22.02.2023, 00.00 Uhr “) was sie von der Machtübernahme der Narren am Gumpigen Donnerstag hält.

Das ANR-Präsidium sowie die Vorstandschaft der Chadalohs gratulierte Carolin Kopf und Fabian Vogt zum ANR-Hästrägerorden, die Laudation auf die beiden Geehrten hielten traditionsgemäß der Zunftmeister und sein Vize.

Kleider machen bekanntlich Leute, und so durfte Zunftmeister Waasi alsbald den Zunftmeisterempfang in Kittelschürze und damit im Häs einer Klofrau verbringen, „damit er schon mal üben kann. Denn im nächsten Jahr werde ihm diese Rolle wegen eines verbalen Fauxpas beim Umzug in Bergatreute von Zunftmeisterin Christine Adamski zugewiesen. Da durfte die krachende Niederlage gegen seine Gattin Sonja beim Naturhölzchenmikado eher zur Nebensache geworden sein...

Wie in jedem Jahr hatte Günther „Turbo“ Angele, Zunftmeister der Ellwanger Bahwaldbohle für seinen Gastgeber ganz spezielle Gastgeschenke dabei. Waasi musste mit – natürlich ungeschälten – Erdnüssen im Mund die ausgewählten Narrenrufe einiger Zünfte „rezitieren“, die vom Publikum erraten werden mussten.

Für den musikalischen Part sorgten beim diesjährigen Zunftmeisterempfang neben den Hoigamer Stroaßa Hup´rn auch wieder der Chef der Dornstadter Doraweibla, Andrej Niederreiter und natürlich Freddy Holzmüller, der seine neueste Eigenkomposition vorstellte und dem bei dessen Auftritt – wie in früheren Zeiten bekannten Teeniestars – ein pinkfarbener BH auf die Bühne geworfen wurde.

Auch sportliche Betätigung stand auf dem Programm: Neben einem Klopapierrollen-Balanceakt bei dem er gegen seinen Vize antrat, durfte der Haidgauer Zunftmeister sich auch noch im Plastikkängeruh-Reiten mit dem Ulmer Kollegen messen sowie gemeinsam mit den Damen der Unterschwarzacher Garde und weiteren Zunftmeistern und –vertretern einen Can-Can aufs Parkett legen.

Und als weitere Prüfungen, der nun ja nicht ganz so unangenehmen Art, mussten Daniel Wassner und Peter Rösch als gute Gastgeber natürlich selbst von den dargebrachten, zumeist flüssigen Pretiosen, bzw. Spirituosen, „naschen“.

Mit ihrem abschließenden musikalischen Auftritt sorgten die Stroaßa Hup´r bei den Zunftvertretern noch einmal für das richtige Partyfeeling, ehe sie sich am Aufstellungsplatz bei ihren Hästrägern oder Musikgruppen ins närrische Geschehen einbrachten.

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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halloRV

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