Ellwangen-Dietmanns - Einen großen Erfolg feierten die 88 Schüler der Kreis- und Gemeinde übergreifenden Grundschule Ellwangen-Dietmanns mit den zwei jeweils ausverkauften Vorstellungen ihres „Zirkus Maximal“ in der Friedrich-Schiedel-Halle, welche die Krönung ihrer Arbeit mit dem Zirkuspädagogen und „Direktor“ Dirk Maibauer darstellte.
Derzeit werden an der Schule in Dietmanns zwei dritte Klassen unterrichtet, während in Ellwangen die Klassenstufen Eins, Zwei und Vier den Unterricht besuchen.
Eine Woche lang bereiteten sich die Kinder gemeinsam im Schulhaus in Dietmanns auf ihren großen Auftritt vor. Das gesamte Lehrerkollegium um Schulleiterin Gudrun Scharneck sowie zahlreiche Eltern unterstützten „Zirkusdirektor“ Dirk Maibauer von der Mixtura Unica aus Freiburg in dieser Woche, in der alle auf das große Ziel, ihre beiden Auftritte an diesem Freitag hinarbeiteten.
Fakire und Raubtiere, Clowns und Zauberer, Jongleure und Hochseilartisten, das ganze Schulhaus „brannte“ in dieser Woche für den Zirkus, berichtete Dirk Maibauer bei der Begrüßung, der dabei voll des Lobes über seine Schützlinge war.
„Erst wollten sie immer schwierigere Tricks beigebracht bekommen, dann auch noch immer gefährlichere – und ich habe sie ihnen gezeigt,“ plauderte er ein wenig über die vergangenen Tage und seine Arbeit mit den Kids. Diese waren mit Feuereifer bei der Sache und als sie bei der Generalprobe keinen einzigen Fehler machten, meinte er: „Das ist doch nicht normal!“ „Chill´mal,“ bekam er da ganz cool zur Antwort: „Dann bauen wir halt einfach mal drei Fehler ein.“
Nachdem die Jongleure zu Beginn der Vorstellung ihre erlernten Kunststücke zeigten, dürfte kurz darauf der Blutdruck der beiden als Sicherheitswache abgestellten Feuerwehrleute stark angestiegen sein. Mit lautem Gebrüll sprangen die wilden Raubkatzen von Chef-Dompteurin Gudrun Scharneck durch den tatsächlich brennenden Feuerring von Dirk Maibauer.
Nachdem dann einer der Clowns eine richtig clevere Lösung fand, wie der eigentlich eine Tonne schwere Koffer von der Bühne zu schaffen war, jagte eine artistische Sensation die nächste. So wie die elegant, grazilen Hochseilartistinnen, die ihren Spagat und ihre akrobatischen Tricks hoch über den Köpfen von Zuschauer und Mitschüler vorführten, als hätten sie ihr ganzes Leben nichts anderes getan.
Die Schwertnummer der Magier wollte „Direktor Maibauer“ eigentlich aus dem Programm streichen, weil es bei der Probe zu einem Zwischenfall gekommen war: Das für den Einstieg in die Kiste vorgesehene Kind war – aufgrund eines falsch angewendeten Zauberspruches - einfach verschwunden. Doch die Magier ließen nicht locker, suchten sich einfach selbst ein Kind aus dem Publikum aus – und voilá, am Ende entstiegen beide gesund und unversehrt der magischen Kiste.
Das Gehen auf Glasscherben, Kunststücke auf und mit dem Nagelbrett war für die Fakir-Gruppe kein Problem. Und noch einmal stieg der Adrenalinspiegel der Feuerwache als die kleinen Fakire noch weitere beeindruckende Kunststücke wie z.B. Feuerschlucken vorführten.
Richtig talentierte Artisten hatte die Truppe der wilden Piraten in ihren Reihen: Ob am Trapez oder einfach beim Klettern, ob alleine oder zu viert, alle begeisterten mit ihrer Gelenkigkeit und damit wie sie furchtlos und „schnell wie ein Wiesel“ ungeahnte Höhen erklommen.
Nachdem beim großen Finale mit allen Akteuren, bei dem Maibauer den Eltern und Lehrern, und Schulleiterin Scharneck dem „Zirkusdirektor“ Maibauer gedankt hatte, nachdem also der langanhaltende Applaus verklungen war, konnte man im Anschluss im Foyer bei Butterbrezel und Kaltgetränken nur in strahlende Kindergesichter blicken und es wurde klar: Dieses besondere Erlebnis werden ausnahmslos alle immer in ihrer Erinnerung behalten.
Bericht und Bilder: Ulrich Gresser

