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Bad Wurzach - Die Firma Häfele Bau-Projekte hat es sich in den letzten Jahren zur guten Gewohnheit gemacht, in der Weihnachtszeit Geld an Bad Wurzacher Einrichtungen wie jetzt den Stadtseniorenrat, zu spenden.

 

Was früher für einige schöne Stunden in der Vorweihnachtszeit mit den Kunden der Firma – wie etwa für die Anmietung eines Kinos – ausgegeben wurde, spenden die Geschäftsführer der Firma seit der Corona-Pandemie nun regelmäßig an Einrichtungen in Bad Wurzach. Das waren beim ersten mal die städtischen Kindergärten, im Jahr danach die Nachbarschaftshilfe und jetzt das im Frühjahr neu aufgestellte Leitungsteam des Stadtseniorenrat um Klaus Schütt und Gemeinwesensarbeiterin Susanne Baur.

Klaus Schütt sieht in der Spende ein gutes Startkapital für die Fragebogenaktion, mit der das Team gezielt Senioren nach ihren Wünschen fragt, wo man dann den Hebel für Veränderungen ansetzen kann. „Diese Bestandsaufnahme kostet Geld, da ist eine solche Spende als Startkapital natürlich hochwillkommen, “ erklärt er bei der Spendenübergabe.

Johannes Häfele, einer der Geschäftsführer legte bei den Spenden immer Wert darauf, zu erfahren für welchen Zweck das Geld eingesetzt wird. Dass es jetzt an den Stadtseniorenrat geht, kommt nicht von ungefähr: Die Firma der Häfele´s hat etwa bei den drei Häusern in der Achbergstraße bereits auf altersgerechtes Bauen geachtet und hat diese Erfahrungen nun in das aktuelle Projekt auf dem ehemaligen Edeka Gelände am Breiteweg bei der Planung einfließen lassen.

Dafür haben sie sich mit ihrer Schwester Verena, die in Sozialpädagogik den Bachelor gemacht hat, als Brückenbauerin zwischen Baufirma und Projektleiter Stephan Vogt, der dabei für die pflegerischen Aspekte verantwortlich zeichnet, in die Firma geholt.

Susanne Baur weiß aus ihren Erfahrungen mit der Wohnanlage beim Schloss heraus, wie wichtig eine achtsame Nachbarschaft für ältere Menschen sind. In Zukunft wird es vor allem wichtig, dass sie zentrale Anlaufstellen wie etwa einen Fahrdienst innerhalb ihres Gebäudekomplexes bekommen.

Deswegen ist auch bei Bauträgern wie den Häfele´s vorhandene soziale Einstellung wichtig. Beispielsweise habe in Ravensburg ein Bauträger zwar schnell viel Wohnraum geschaffen, dabei aber die soziale Komponente außer acht gelassen, so dass aus dem Viertel ein sozialer Brennpunkt geworden war. „Ich finde es toll, dass Sie als Bauträger an so etwas denken.“

Waltraud Heine aus dem Leitungsteam des Stadtseniorenrates wiederum hält es für sehr wichtig, dass bereits „die Generation dazwischen“ also die Menschen ab 55 sich Gedanken übers Älterwerden machen und sich zum Beispiel im Seniorentreff im Wachhäusle engagieren und Erfahrungen übers Älterwerden sammeln.

„Nach der Fasnet geht´s mit unserer Fragebogenaktion los, ich bin schon sehr gespannt was uns die älteren Leute für Aufgaben auf den Weg geben, “ zeigt sich Klaus Schütt sehr dankbar für die Spende und freut sich auf die Fragebogenaktion.

 

Bericht und Bild Ulrich Gresser

 

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halloRV

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