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Bad Wurzach - Rund 40 Flüchtlinge – Kurden, Syrer und Ukrainer – feierten ihr orthodoxes Weihnachtsfest (am Dreikönigstag) in einem harmonischen Miteinander im Pius-Scheel-Haus bei einem Kaffeenachmittag des DRK-Ortsvereines nach.

„Die besten Idee kommen einem immer auf langen Autobahnfahrten“, so beschrieb August Hartmann, stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender, wie ihm die Idee zu der Veranstaltung, die erstmals veranstaltet wurde, gekommen ist. „Eines der Ziele dahinter ist es, den Geflüchteten die Angst vor Blaulicht und Martinshorn zu nehmen, da diese in ihren Heimatländern gleich negative Gefühle aufkommen lassen.“

Rund 15 Mitglieder des DRK-Ortsvereines Bad Wurzach aus allen Gruppierungen – mit der Vorsitzenden Petra Greiner an der Spitze – kümmerten sich um das leibliche Wohl der Gäste.

Die Unterschwarzacher Ortsvorsteherin Silvia Schmid musste mit Schrecken feststellen, dass sonntags kein einziger Bus nach Bad Wurzach fährt. Deswegen musste sie und die anderen Betreuer für ihre 18 Schutzbefohlenen erst einmal Mitfahrgelegenheiten organisieren.

Das Jugend-Rot-Kreuz beschäftigte die vielen Kinder mit einer Bastelecke und zauberte in seiner Schminkecke kleine Kunstwerke auf die strahlenden Gesichter der Kinder, die sich zum Teil aber auch selbst gegenseitig schminkten.

Wer Lust hatte, konnte – auch wenn er hoffentlich nie in einem Ernstfall damit transportiert werden muss – schon einmal auf der Liege „probeliegen“. Auch die Funktionsweise eines Defibrillator konnten die großen und kleinen Gäste sich erklären lassen.

Mit ihrem Image-Film, der anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Ortsvereines gedreht worden war, zeigte das DRK Bad Wurzach den Geflüchteten das große Spektrum der Dienstleistungen, die der Ortsverband rund um die Gesundheit erbringt, auf. Dazu gehören z. B. Erste-Hilfe-Kurse, Seniorengymnastik bis hin zur Organisation der Blutspende-Aktionen vor Ort. In jedem Jahr das Highlight für die JRKler ist natürlich das Zeltlager (sofern es stattfinden kann).

Ukrainisches Weihnachtslied
Als kleines Dankeschön sangen sechs ukrainische Kinder den vielen Helfern noch ein ukrainisches Weihnachtslied .„Das war eine ganz tolle Sache“, fand nicht nur August Hartmann.

Auch die Vorsitzende Petra Greiner, die als Seibranzer Ortsvorsteherin zu „ihren“ Flüchtlingen in Seibranz natürlich einen besonderen Zugang hatte, zeigte sich begeistert von der gelungene Premiere. Ihre Begrüßungsrede zu Beginn der Veranstaltung war vorab schon von einem Dolmetscher ins Russische und Syrische übersetzt worden und dann eingespielt worden.

Bericht und Bilder: Uli Gresser

 

 

 

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halloRV

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