Bad Wurzach - Energiegeladene Songs, wunderschöne Balladen, sowie besinnlicher und moderner Gospel in musikalischer Perfektion – das erwartete die Besucher des Gospelkonzertes, am Samstag nach Dreikönig in der evangelischen Kirche Bad Wurzach.
Tracey Campbell (Gesang) und Andy Doncic (Piano/Saxophon) sowie Evi Sturm (als Background Sängerin und Übersetzerin) sorgten nach exakt sechs Jahren wieder für einen außergewöhnlichen Gospel-Abend in der evangelischen Kirche, den Kurseelsorger Raimund Miller organisiert hatte.
Die in London lebende Sängerin Tracey Campbell gilt als eine der begabtesten schwarzen Gospelsängerinnen Großbritanniens. Europaweit zieht sie Ihre Zuhörer mit Ihrer gewaltigen Soulstimme in den Bann und arbeitet regelmäßig mit Musikgrößen wie Michael Bolton, Mariah Carey, Westlife und Secret Garden zusammen.
Mit einem Saxophon-Intro von Andy Doncic den musikalischen Teil des Abends, nachdem Raimund Miller mit einigen Zeilen aus dem Lied „Can´t help fallin´in Love“ einem Hit des so früh verstorbenen King of Rock´n Roll, Elvis Presley, der dieser Tage seinen 88. Geburtstag feiern würde, eingestimmt hatte. „Weise Männer sagen, dass nur Narren mit der Tür ins Haus fallen, aber ich kann nichts daran ändern, dass ich mich in Dich verliebt habe.“ War diese Liebe bei Elvis wohl noch sehr personenbezogen, gilt diese Liebe bei Tracey Campbell Gott und den Menschen allgemein.
Nachdem sie ihren Konzert-Part mit dem ruhigen „Sparrow“ eröffnet hatte und dennoch die Zuhörer vom ersten Ton an in ihren Bann gezogen hatte, war das Publikum bei ihrer Interpretation von „I saw the light“ an ihrer Seite, sang mit und die ersten hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen.
Ihren tief verwurzelten Glauben brachte sie mit ihrem Lieblingspsalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“ (I am not alone) zum Ausdruck ebenso wie mit „My God can do anything“. Es war faszinierend, zu beobachten wie dieses Energiebündel einerseits bei jedem Song ihr überragendes Stimmvolumen bewies und andererseits das Publikum zur Interaktion zum Mitsingen und Mittanzen animierte. Neben einem neuen Song „More then vesterday“ ihres neuen Albums brachte sie auch mit Klassikern wie Bridge over troubled water“ oder „Glory Hallelujah“ die Kirche zum Beben.
Dass auch die Musiker das Konzert genossen haben, brachten sie mit zwei Zugaben zum Ausdruck: Mit Peacemaker und dem anrührenden „How great thou art“ bedankte sich Tracey Campbell und ihre Mitmusiker für die zwei wunderschönen Stunden. Mit dem gemeinsam gebeteten Vater Unser bekam das Konzert danach den würdigen Abschluss.
Danach stand die sehr authentische und sympathische Sängerin noch für Autogramme und Selfies den Fans zur Verfügung.
Bericht und Bilder Uli Gresser

