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Eintürnen - Ausschuss kritisiert hohe Kosten des neuen Eintürner Feuerwehrhauses stimmt aber der weiteren Planung zu. Die hohe Kosten des Eintürner Feuerwehrhaus stört die Ausschussmitglieder. Ersatzbeschaffung für Bauhof Schlepper: Deutz erhält den Zuschlag.

TOP 1: Bericht der Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Alexandra Scherer lobte das Organisationsteam, die Vereine und Marktbeschicker, die den Weihnachtsmarkt zu einer tollen Veranstaltung mit einer tollen Stimmung und vielen Gästen gemacht hätten. Ein Lob ging auch an den Bauhof für den schnellen Auf- und Abbau der Buden. Auch die weiteren Weihnnachts- und Adventsmärkte wie z.B. in Arnach steigerten die Vorfreude auf Weihnachten.

 

TOP 2: Genehmigung des Protokoll der letzten öffentlichen Sitzung

Es wurden keine Anmerkungen gemacht, damit gilt das Protokoll als genehmigt.

 

TOP 3: Neubau Feuerwehrhaus Eintürnen – Entwurfsbilligung

Prof. Dr. Josef Schwarz vom Architektenbüro PSP-Architekten aus Memmingen präsentierte dem Ausschuss für Technik und Umwelt die von der Feuerwehr und dem Ortschaftsrat Eintürnen am 16.11. 2022 abgesegnete und am 21.11. in nichtöffentlicher Sitzung dem Gemeinderat vorgestellte Entwurfsplanung.

Eintürnens Ortsvorsteher Berthold Leupolz bedankte sich bei Prof. Schwarz für die wie er es ausdrückte „erste Vision“, die er Feuerwehr und Ortschaftsrat vorgestellt hatte und die dann in einer weiteren Sitzung bis auf wenige Änderungen von ihnen gutgeheißen wurde. Er bat daher den Ausschuss darum, dem durchdachten Entwurf zu zu stimmen.

Als erster aus den Reihen des Ausschusses kommentierte Karl-Heinz Buschle – selbst Feuerwehrmann – die Höhe der Kosten: „ Kostensteigerungen mit eingerechnet werden es über 2 Millionen sein, sehr viel Geld für ein Haus dieser Größenordnung.“
Stadtbaumeisterin Kathleen Kreuzer sagte dazu, es dürfe nicht vergessen werden, dass die Kostensteigerungen seit der ersten Berechnung extrem geworden seien, so dass man an die ursprünglich angesetzten 1,3 Mio. € nicht mehr herankommen könne.
Ewald Riedl führte ebendiese 1,3 Mio.€ an, die z.B. das Feuerwehrhaus in Maria Thann gekostet habe, noch dazu für eine Doppelgarage. Er warf auch die Frage auf, ob die Toiletten im Obergeschoss beim Schulungsraum wirklich erforderlich seien.

Die Stadtbaumeisterin hielt ihm entgegen, die Flächen der beiden Häuser seien identisch, sie halte die Toiletten im OG für legitim. Zu den Kosten sagte sie: „Allein von August 2021 bis August 2022 sind die Kosten beim Bauen um 30 % gestiegen.“
Prof. Schwarz sagte zu dem angeführten Beispiel, der Bau des Gebäudes liege fast drei Jahre zurück. „Damals konnte noch knapper kalkuliert werden. Keiner weiß wo die Preise in einem viertel oder halben Jahr liegen werden.“
Er führte auch ein anderes Beispiel an: „Die haben gedacht, sie bekommen es für 1,4 Mio.€, das günstigste Angebot lag dann bei 1,9 Mio.€.“
Armin Willburger meinte, das Haus werde ein „funktionales Schmuckstück“. Er sieht in den Toiletten im OG sogar den Vorteil, dass feuerwehrfremde Besucher des Schulungsraumes nicht die Sanitäranlagen der Feuerwehr benutzen müssen.
Auch er sei von der Höhe der Kosten nicht begeistert, aber zur Zeit gebe es beim Bau nichts, was man genau wissen möchte.
Marga Loritz fragte an, ob das Gebäude mit einem Dachvorsprung nicht besser zu den Gebäuden der Umgebung passen würde. Prof. Schwarz meinte dazu, über die Sinnhaftigkeit eines Dachvorsprunges ließe sich streiten, es sei abhängig von der Dachneigung. Er merkte zur Diskussion um die Baukosten an, dass der Markt die Preise bestimme. In der Kalkulation seien auch die Abbruchkosten des alten Hauses mit einkalkuliert.
Der ehemalige Feuerwehrkommandant Norbert Fesseler verwies darauf, die Kosten im Auge zu behalten und auch bei den verwendeten Materialien auf den wirtschaftlichen Rahmen zu achten.
Sybille Allgaier sagte: „Eintürnen wartet schon so lange auf das neue Feuerwehrhaus. Ich freue mich, wenn es endlich das Feuerwehrhaus bekommt, das es verdient.“
Franz-Josef Maier sei als gelernter Zimmermann für einen Dachvorsprung, er fragte daher ob ein solcher umsetzbar sei.
In seinem Schlusswort sagte Berthold Leupolz er halte – auch wegen der Außentreppe – die Toiletten im OG für sinnvoll. Die Größe der Feuerwehrhalle sei mit Blick auf die immer größer werdende Fahrzeuge ok.

Der Ausschuss stimmte – bei einer Enthaltung von Ewald Riedl – der weiteren Planung zu.

 

TOP 4: Ersatzbeschaffung Schlepper

Stadtbaumeisterin Kreutzer stellte die drei zur Auswahl stehenden Fahrzeuge mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Sie verwies auf die Vorteile des vom Bauhof favorisierten Deutz 6165 TTV hin: Das Vorführfahrzeug sei zwar um einige hundert Euro teurer, sei jedoch sofort verfügbar und habe ein Zubehörpaket in Höhe von 30.000 € mit dabei.
Norbert Fesseler wies auf den Umstand hin, dass das alte Fahrzeug erst sieben Jahre alt sei, dennoch bereits so viele Betriebsstunden aufweise. Er hoffe auf eine längere Laufzeit beim jetzt anzuschaffenden Fahrzeug.
Stadtbaumeisterin Kreutzer sagte dazu, dass der Winterdienst mit seinem Salzeinsatz dem Fahrzeug stark zusetzt und damit die Reparaturanfälligkeit erhöht habe. Warum die Wahl dann wieder auf Deutz gefallen sei fragte Heinrich Vincon nach. Ein großer Vorteil sei auch der Service vor Ort, was auch Bauhofleiter Dirk Fietkau bestätigte, der auf Anfrage von Bürgermeisterin Scherer auch das Tätigkeitsfeld des Schleppers beschrieb: „Neben dem Winterdienst wird er für die Feldwegpflege und den Straßenunterhalt verwendet.“
Sybille Allgaier setzte das Schlusswort: „Dirk Fietkau weiß, was er braucht!“

Im Vertrauen darauf fiel die Abstimmung einstimmig zugunsten des Verwaltungsvorschlages aus.

 

Bericht: Uli Gresser / Planzeichnungen: Stadt Bad Wurzach

 

06Nord und Ostansicht

 

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halloRV

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