DBSZ DBSZ BadWurzach 1200v01

Rohrbach - Wir sind die Könige der Baustelle – mit dieser Aussage fasst Fliesenlegemeister Felix Kranz aus Rohrbach die ganze Vielfalt seines Berufes zusammen. Sein derzeitiger Azubi Leon Neumann aus Memmingen stimmt ihm zu. Er hat das Zeug zum König der Fliesenleger; kürzlich wurde Leon zum besten Azubi der Bauinnung Augsburg gekürt.

Für den 18-Jährigen Leon stand nach der Realschule fest, dass sich sein Berufswunsch unbedingt im Handwerk wiederfindet. Um für sich das Richtige zu finden, absolvierte er zwei Praktika, eines bei einem Schreiner und eines in einem Fliesenlegebetrieb. Bei Felix Kranz fand er schließlich einen Ausbildungsplatz, der wie für ihn gemacht war.

Das große Spezialgebiet des Betriebes ist die Sanierung bestehender Bäder und bietet somit ein umfassendes Portfolio an Tätigkeiten, was für den Auszubildenden eine spannende Herausforderung ist. „Wir brechen ab, bauen tragfähige Untergründe auf und gestalten dann neu“, beschreibt der Meister den Tagesablauf, der weit über das übliche Berufsbild des Fliesenlegers hinausgeht.

1,0 in der Zwischenprüfung
Diese Abwechslung ist es auch, die Leon viel Spaß und Freude bei seiner Arbeit macht. Großformatige Fliesenformate in Duschkabinen sind derzeit fast ein Alleinstellungsmerkmal des Ausbilders. Leon ist dabei nicht nur ein sehr guter Mitarbeiter auf der Baustelle, sondern auch ein ausgezeichneter Schüler, der seine,kürzlich durchgeführte Zwischenprüfung bei der Bauinnung Schwaben mit einem hervorragenden Ergebnis von 1,0 ablegte. Für besonders gute Leistungen lobt die Industrie- und Handelskammer Augsburg ein Leihauto für vier Wochen aus, mit dem Leon auch in Bad Wurzach Aufsehen erzielte.

Seinen weiteren Berufsweg hat er bereits klar definiert. „Nach der Ausbildung auf jeden Fall Meisterschule“ lautet das nächste Ziel, das er fest im Blick hat. Mit dieser fundierten Grundlage wird Leon seinen handwerklichen Lebensweg im Fliesenhandwerk sicher gut und erfolgreich weiterführen. Auf Nachfrage, was er denn an seinem Beruf so gar nicht mag, war die Antwort: „Decke verputzen … aber wenn man es denn kann, ist man nicht mehr so versaut“, lautete das Argument des Azubis, der sich vermutlich auch mit dieser Tätigkeit mittlerweile arrangiert hat.

Für seinen Ausbilder war Leon ein absoluter Glücksfall, denn so die Aussage von Felix Kranz: „Uns fehlt der Nachwuchs. Wir können nicht immer auf die Minute den Feierabend definieren, aber natürlich ist es für uns wichtig, dass die Auszubildenden auch ihre Freizeit haben.“.Deshalb wartet Kranz darauf, ob sich ein weiterer Auszubildender für einen Betrieb bewerben wird. „Bisher haben wir noch nicht mal Praktikanten, aber noch ist ja nicht aller Tage Abend“, hofft er auf Interessenten, die das vielseitige Berufsbild doch noch für sich entdecken möchten.

Text: Christine Hofer-Runst

05Kranz U

Der Auszubildende Leon Neumann mit den Betriebsinhabern Johanna Kranz und Felix Kranz (Ausbilder). Foto: Christine Hofer-Runst

 

--------------------------------------------------

halloRV

­