Bad Wurzach - Wolfgang Grösser, war viele Jahre Vorstand der Stadtkapelle und einer der Initiatoren des Projektes hat nun gemeinsam mit Karl-Josef Seeberger die insgesamt sechs Notenständer mit den QR-Codes der Kompositionen von Dominik Wagner, Peter Schad, Victor Schätzle und Georg Stankalla an ihren jeweiligen Bestimmungsorten aufgestellt und damit den Feel-more-music Rundweg eröffnet.
Das „FEEL-more-MUSIC“ Projekt der Stadtkapelle Bad Wurzach entstand aufgrund der veränderten Musik- und Kulturszene während der Corona-Pandemie. Die Stadtkapelle beauftragte im Sommer 2020 nach einer Stadtführung vier in der Region bekannte Komponisten bezaubernde und markante Plätze in und um Bad Wurzach zu vertonen. Die Werke wurden im Mai 2022 bei einem Konzert im Kursaal in Anwesenheit der Komponisten uraufgeführt und einige Wochen danach dann von der Stadtkapelle im Tonstudio eingespielt.
Nach der Fertigstellung der Tonaufnahmen und der Aufstellung der Notenständer nachempfundenen Musik-Säulen sie nun an den sechs Standorten über QR-Codes per Smartphone bzw. Tablet abrufbar. „Lassen Sie sich durch unsere Musik inspirieren und genießen Sie Bad Wurzach,“ schreibt die Stadtkapelle in ihrem Flyer, der ab sofort als Guide für den musikalischen Rundweg in der Bad Wurzach Info erhältlich ist.
Gefördert wurde das Projekt durch das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Rahmen des Programms „Kunst trotz Abstand“ des Landes Baden-Württemberg. Die einheimischen Firmen Butscher Metallbau und PC-Werbedesign sorgten für die ansprechende Gestaltung und die Abrufbarkeit der insgesamt rund 28 Minuten Spielzeit an den sechs Standorten der Feel-more-Music-Kompositionen.
„Wurzun Impressions“ nannte Dominik Wagner sein aus drei Sätzen bestehendes Werk, der erste Satz „Das Wurzacher Ried“ steht direkt am Startpunkt der Torfbahn ins Ried, der zweite „Das Wurzacher Schloss“ vor eben diesem hinter dm rechten Wachhäusche und der dritte Satz „Blutritt zum Gottesberg“ unweit des Turmes der Wallfahrtskirche.
Die Komposition von Viktor Schätzle Wallingford befasst sich mit der Städtpartnerschaft zu der englischen Stadt. Die Komposition erhielt wegen des Brexits eine politische Dimension. Schätzle sagte zu seinem Stück: „Musik spricht alle Sprachen“.
Der Wurzacher Peter Schad hat sich mit „Auf dem Klosterplatz“ einem zentralen Ort der Stadt gewidmet. Seine Komposition vermittelt mit Pauken und Trompeten Größe und Glanz des Platzes, eine Botschaft die Schon Seit Jahrhunderten von diesem Platz ausgehe.
Georg Stankalla ist selbst Lehrer an der Jugendmusikschule Bad Wurzach und hat sich mit seinem Werk „Wurzach 1525“ dem Gefecht beim Leprosenhaus am Karfreitag 1525 gewidmet, das in die Annalen des Bauernkrieges einging und in der Geschichte der Stadt einen hohen Stellenwert besitzt.
Zufällig kam, als Grösser und Seeberger die Musik-Säule beim Schloss aufstellten mit Andreas Herle (Sohn des langjährigen Dirigenten der Stadtkapelle und Leiter der Jugendmusikschule Hans Herle) mit Frau und Kind vorbei. Selbstredend testete er natürlich sofort den QR Code und zeigte sich beeindruckt...
Bericht Uli Gresser

