Bad Wurzach - Johanne Gaipl, Albertine Schoeters (beide Bad Wurzach Info) Gisela Brodd und Petra Greiner bilden gemeinsam mit Karl Mayer das Organisationsteam, das nach dem Ausstieg des HGV im Frühjahr den diesjährigen Weihnachtsmarkt organisiert.
Während Gisela Brodd, Petra Greiner und Karl Mayer beim letzten Weihnachtsmarkt 2019 bereits an Bord waren, ist die Organisation des Weihnachtsmarktes für Gaipl und vor allem Schoeters noch Neuland.
„Es ist eine große Veranstaltung mit vielen Details,“ das wurde den beiden schnell klar, als im Sommer das Orga-Team mit der Planung begonnen hat. Dabei gab es keinerlei Unsicherheit um das Ob, sondern eher um das Wie. Doch diese Unsicherheiten waren schnell beseitigt. „Alle Musikgruppen haben sofort zugesagt, “ freut sich Gisela Brodd ebenso wie über das gute Miteinander innerhalb des Organisationsteams, das sich auf eine große Helferschaft etwa bei den Schulen und dem Bauhof stützen kann.
Gaipl und Ko. treten mit dem festen Vorsatz an, dass die Leute danach sagen werden: „Den Weihnachtsmarkt in Bad Wurzach muss man besucht haben.“ (O-Ton Gisela Brodd).
Klosterplatz Künstlermarkt und Liederkranzcafé in Maria Rosengarten haben sich sehr gut bewährt. Auch zur Energieproblematik haben sich die Organisatoren Gedanken gemacht. Aber: „Wir wollen die Stimmung durch die festliche Beleuchtung an den Hütten Buden erhalten, die Leute sollen ein wenig den Alltag vergessen und die Vorfreude auf Weihnachten soll gesteigert werden,“ meint Johanne Gaipl dazu.
Petra Greiner hat bei den Vereinen und Künstlern schon ein gewisses Aufatmen gespürt: „Sie sind froh dass wieder eine gewisse Normalität einkehrt, obwohl wir sehr spät angefangen haben.“
Die Kirchengemeinden unterstützen den Weihnachtsmarkt mit ihrer großen Krippe, die sie bei ihren Krippenspielaufführungen auf dem Klosterplatz verwendet haben. Und sie bieten den Leuten mit einem geistlichen Impuls in der Kapelle von Maria Rosengarten die Möglichkeit, einmal durch zu schnaufen und eine Auszeit vom Festtrubel zu nehmen.
Beinahe hätte für den Künstlermarkt der Platz nicht ausgereicht, zu dem ein Glasbläser sogar bis aus Thüringen angereist kommt. Auch das Essensangebot wird vielfältig sein, sagt Gisela Brodd und lobt die verschiedenen Vereine: „Die haben sich abgesprochen, so dass sie nicht nur Waffeln machen.“
Auch das Thema Nachhaltigkeit gingen die Organisatorinnen an: „Ab sofort kann im Shop bereits die neue Weihnachtsmarkt-Tasse gekauft werden, die es dann auch an vielen Verkaufsstellen auf dem Markt selbst geben wird. Damit kann man seine Getränke nachfüllen lassen.“ Daneben werden die Vereine aber weiterhin ihr übliches Pfandsystem beibehalten. „Wir wollten ein modernes Design, das sich aber dennoch gut in das CI der Stadt einfügt,“ erläutert Albertine Schoeters, die sich darüber freut, dass die Tasse noch rechtzeitig fertig geworden ist. Auch von Seiten der Vereine wurde das Angebot der Tasse sehr positiv aufgenommen.
Nachdem Bürgermeisterin Scherer am Samstagnachmittag den Markt eröffnet hat, wird auf der Bühne beim Klosterplatz das Jugendorchester der Jugendmusikschule musizieren. Nicht fehlen darf natürlich auch der Besuch des Nikolauses mit seinen Engeln, der für die Kinder wieder eine kleine Überraschung bereit hält. Danach werden noch das Akkordeon-Ensemble, der evangelische Posaunenchor und die Christmasblowers des Musikverein Treherz für weihnachtliche Stimmung sorgen.
Am Sonntag sorgen wiederum das Jugendorchester, der Männerchor Seibranz, die Bläsergruppe Unterschwarzach und die Alphornbläser aus Albers mit festlichen Weisen für vorweihnachtliche Atmosphäre.
Wie schon bei den letzten Märkten vor der Corona-Zwangspause werden auch in diesem Jahr wieder Sonntag ab 15.30 Uhr die schönsten Hütten prämieren.
Ein großes Lob sprachen die vier Damen auch Karl Mayer und den Mitarbeitern des Bauhofes aus, die immer den Auf- und Abbau an dem Wochenende bewerkstelligen.
Zu den Plänen für den nächsten Weihnachtsmarkt meinten die vier Damen in Abwandlung des Fußball-Spruches: „Nach dem Weihnachtsmarkt ist vor dem Weihnachtsmarkt.“
Bericht und Bild Ulrich Gresser

