Eintürnen - Bei der Ortschaftsratsitzung in der Festhalle auf dem Eintürnenberg brachte Stadtbaumeisterin Kathleen Kreutzer in Anwesenheit zahlreicher Feuerwehrleute der Abteilung Eintürnen den Ortschaftsrat auf den aktuellen Stand Entwurfsplanung.
Nach der einstimmig erfolgten Annahme der Tagesordnung durch das Gremium lud Ortsvorsteher Berthold Leupolz die Öffentlichkeit zum Kriegerjahrtag am Totensonntag ein, dessen Gedenkfeier direkt im Anschluss an den Gottesdienst erfolge. Ihm falle in diesem Jahr als Mahnung für den Frieden eine besondere Bedeutung zu. Leupolz beglückwünschte die Musikkapelle Eintürnen zu einem ein sehr gelungenen Jahreskonzert.
Nach dem Verlesen und der Genehmigung des Protokolls der letzten Ortschaftsratsitzung waren die Bürger mit Fragen an die Verwaltung am Zug:
Rudolf Allgaier fragte nach dem Sachstand der Planung für ein Nahwärmenetz und damit für die Heizungssanierungen auf dem Eintürner Berg. Leupolz antwortete ihm, dass diese Investition bisher noch nicht im Haushaltsplan für das kommende Jahr vorgesehen ist.
Dann stellte die Stadtbaumeisterin in einer kurzen Präsentation den Planungsstand für das neue Feuerwehrhaus in Eintürnen vor, weswegen die meisten der 22 Zuhörer zu der Sitzung gekommen waren.
Kreutzer stellte die Eckpunkte der Planung vor: Sie rechnet bei der bisherigen Entwurfsplanung mit Gesamtkosten von 1,85 Mio. €, davon 915.000 € für das Gebäude selbst, der Rest entfällt auf die Technische Ausstattung, Abbruch & Erschließung, Außenanlagen sowie Baunebenkosten.
Vorausgesetzt der Ausschuss für Technik und Umwelt gibt am 05.12.2022 sein Okay – der aktuelle Planungsstand wird am 21.11. dem Gemeinderat vorgestellt – wird laut aktuellem Zeitplan noch in diesem Jahr eine Genehmigungsplanung erfolgen. Innerhalb des ersten Quartals 2023 erfolgt die Einreichung des Bauantrages und die Genehmigungsplanung. März/April 23 soll das erste Paket ausgeschrieben werden.
Von Juni bis August sollen die Abbrucharbeiten erfolgen, anschließend soll ab Oktober das zweite Paket ausgeschrieben werden und mit der Bauausführung begonnen werden. Die Inbetriebnahme ist für Juni 2025 vorgesehen. Von Ortschaftsrat Albert Frey darauf angesprochen, warum es so lange dauere, antwortete Kathleen Kreutzer, dass sie lieber einen Zeitpuffer mit einplane anstatt einen Zeitverzug bekannt geben zu müssen.
Weil die anwesenden Feuerwehrleute als Experten und Betroffene galten, ließ Leupolz sie ausnahmsweise mitdiskutieren. Die Mehrheit der Feuerwehrleute sprach sich bei der Außenanlage für Variante zwei aus, vorausgesetzt der bisher bei der Planung noch als weiße, nicht nutzbare Fläche ausgewiesene Grundstücksteil kann mitverwendet werden, d.h. der Übungsbetrieb fände hinter dem Haus statt und nicht wie bisher an der doch vielbefahrenen Durchgangsstraße.
Ebenso stimmten sie mehrheitlich dafür, Büro- und Funkraum auf der für das Lager vorgesehenen Fläche unter zu bringen, um einen optimal nutzbaren Schulungsraum zu erhalten. Viele von den späteren Nutzern eingebrachte Vorschläge waren nun in der aktuellen Planung enthalten, etwa die Anlage der Verbindungstreppe ins Obergeschoss als Außentreppe, die Forderung nach einem Hydranten und einem Wasseranschluss im Haus zur Befüllung des (später) wasserführenden Fahrzeuges gehört inzwischen zu den Standards beim Bau eines Feuerwehrhauses.
Das Grundniveau des Gebäudes soll später etwas tiefer liegen, aber nicht so tief dass bei Starkregen in das Gebäude Wasser eindringen kann. Kreutzer sagte dazu, dass der vorhandene Schacht dafür maßgeblich sei. Fragen Der Wehrleute, was während der Bauzeit mit Fahrzeug und Sirene geschehe, konnte Berthold Leupolz noch nicht abschließend beantworten, dazu stehe er gerade in Verhandlungen. Der Ortsschaftsrat stimmte der vorliegenden Planung einstimmig zu.
Da die Rotmooshütte, nach dem ersten Weltkrieg von der Gemeinde für die Torfstecher erbaut, die lange Jahre an das Salvatorkolleg für Schulungszwecke der Oberstufe vermietet wurde und in der letzten Zeit unter Auflagen für kleinere Feiern genutzt wurde, dringend saniert werden muss, stellte Leupolz an die Ortschaftsräte die Grundsatzfrage: Sanieren oder Aufgeben? Da die Gemeinde dazu sowohl finanziell als auch personell nicht in der Lage ist und keine Firma beauftragen kann, könne dies nur über ehrenamtliches Engagement erfolgen.
Ortschaftsrat Ludwig Miller würde, wenn dafür als Bauleiter ein Zimmermann oder Schreiner gefunden würde, sofort mithelfen. Ebenso Werner Mennig, der bereits eine Bestandsaufnahme mit Fotos gemacht hatte. Albert Frey schlug daraufhin einen Ortstermin des Ortschaftsrates vor, dem dieser einstimmig zustimmte.
Werner Mennig wies bei den Anfragen aus dem Ortschaftsrat darauf hin, dass das Boot beim Badeplatz praktisch zerfalle und nicht mehr betriebsbereit sei, während Ewald Bodenmüller auf ein zu erneuerndes Geländer beim Weg zu den Weihern hinwies.
Bericht und Bild Ulrich Gresser

