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Gedanken zu Allerheiligen

Seit Beginn der Menschheitsgeschichte, das beweisen die Grabbeigaben in den Gräbern der Verstorbenen, glauben die Menschen in allen Kulturen dieser Welt an ein Weiterleben der Seele in einem „Seelenland“ oder dem Hades. Im Evangelium bezeichnet Christus das Leben der Seele nach dem Tode als die „Fülle des Lebens“ Im Angesicht Gottes, den Eingang in die Ewigkeit.

Das menschliche Leben ist von Beginn an auf den Tod hin programmiert, auch wenn wir diese Tatsache verdrängen wollen und der moderne Mensch ein Weiterleben der Seele nach dem Tode verleugnen möchte!

Es ist sicher kein Zufall, dass zu Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu die Versuchung in der Wüste steht, wo der Teufel Christus alle Reiche der Welt zeigt mit den Worten: „Mir ist alle Macht und Herrlichkeit über diese Welt gegeben, willst du mich anbeten, so soll dir alles gehören!“

Der Herr aber lässt sich nicht versuchen – im Gegensatz zu den Potentaten unserer Zeit, die ihre Seele an den Satan verkaufen und die Welt mit blutigen Kriegen und Millionen unschuldiger Opfer überziehen. Es zeigt sich immer wieder das Dilemma, dass wir uns mit dem Leben nach dem Tode nicht befassen wollen, sondern uns an das Leben im Diesseits krallen – ähnlich wie die Messias-Hoffnung der Juden vor 2000 Jahren, die sich ein „Reich von dieser Welt“ mit einem Messias, der die römische Besatzungsmacht vertreiben sollte, erwartet haben, der aber dieser Erwartungshaltung seiner Zeitgenossen nicht entsprechen  konnte.

Man will die Kirche reformieren und an den Zeitgeist anpassen, vergisst darüber, den Blick auf das Seelenland zu weiten, das uns ewige Glückseligkeit in der Gegenwart Gottes verheißt.
Margret Biechele, Ochsenhausen

 

 

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halloRV

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