Bad Wurzach - Nach vier Jahren konnten die Mesner der Diözese Rottenburg-Stuttgart wieder eine Generalversammlung ihres Fachverbandes abhalten. Diese fand in diesem Jahr im Kurhaus Bad Wurzach statt.
Kirchenmusiker Mattias Wolf am Flügel eröffnete gemeinsam mit der Oboistin Manuela Stolz den diesjährigen Mesnertag musikalisch. Nach der Begrüßung durch den Diözesanleiter des Verbandes, Andreas Schäfer, sowie einem geistlichen Leitwort für den Tag durch Präses Margret Schäfer-Krebs, stellte die Bad Wurzacher Bürgermeisterin Alexandra Scherer in ihrem Grußwort die Stadt Bad Wurzach und ihre Teilgemeinden vor. Sie lobte dabei die reibungslose Zusammenarbeit der weltlichen Gemeinde mit den Kirchengemeinden. Sie schloss mit einem großen Dankeschön an die Mesner für ihren wichtigen Dienst für die Gläubigen in den Gemeinden.
Beim Mesner der Stadtpfarrkirche St. Verena, Roland Herdrich, liefen die Fäden der Organisation dieser ersten Generalversammlung seit 2018 hier vor Ort zusammen. Herdrich ist selbst Mitglied im Vorstand des Verbandes.
Nach einer Vorstellungsrunde der „neuen“ Vorstandschaft, die in Corona-Zeiten unter schwierigen Umständen ihre Arbeit aufnahm, stiegen Andreas Schäfer und Monika Brass in die Tagesordnung der Generalversammlung ein.
Wichtigster Tagesordnungspunkt der Generalversammlung war der Beschluss einer neuen an das Vereinsgesetz angelehnten Satzung, denn die bisherige –entsprechend veraltete – Satzung stammte aus dem Jahr 1972. Die Geschäftsführerin des Mesnerverbandes Monika Brass stellte die neue Satzung vor.
Ein großes Problem für die Vorstandschaft: Diese müsste alljährlich bei der Generalversammlung den Mitgliedern Rechenschaft ablegen, das hieße für die rund 4.000 Mesner in der Diözese eine alljährliche Versammlung zu organisieren und damit ein nicht tragbarer Aufwand. Aus diesem Grund entsenden die Dekanate alljährlich Mitglieder zur Delegiertenversammlung, der gegenüber die Vorstandschaft Rechenschaft ablegt und die auch für die Wahlen zuständig ist.
Die Delegierten werden auf den Dekanatsversammlungen gewählt. Die Abstimmung über die neue Satzung erfolgte nach einer kurzen Fragerunde in geheimer schriftlicher Wahl. Das letzte Wort bei der Annahme der Satzung hat jedoch Diözesanbischof Gebhard Fürst. Das Ergebnis erbrachte mit 344 Ja- und 8 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung eine große Zustimmung für die neue Satzung.
Während der Stimmauszählung verabschiedeten Andreas Schäfer, Margret Schäfer-Krebs und Monika Brass den ehemaligen Diözesanpräses Pfarrer Heinrich Klöpping, der dieses Amt von 2016 bis 2020 innehatte.
Weihbischof Dr. Gerhard Schneider gab im Anschluss an die Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses eine kleine Einführung in den Vortrag „Die Bedeutung von Kunst im Christentum und der Umgang mit Kunstgütern in der Kirche“ von Dr. Iris Dostal-Melchinger von der Fachstelle Inventarisierung bei der Diözese.
Mit der feierlichen Eucharistiefeier zelebriert in der Stadtpfarrkirche St. Verena von Weihbischof Dr. Gerhard Schneider, gemeinsam mit den beiden Pfarrern der Seelsorgeeinheit Bad Wurzach, Stefan Maier und Patrick Meschenmoser sowie Monsignore Scheffold und Pfarrer Klöpping, endete der diesjährige Mesnertag.
Die Messe wurde musikalisch von Matthias Wolf an der Orgel gemeinsam mit Martin Schad und seiner Trompe gestaltet. Weihbischof Schneider dankte den rund 400 Mesnern dabei in seiner Predigt für den über ihren Beruf hinausgehenden Dienst, um den Menschen den Glauben näher zu bringen.
Bericht und Bilder Ulrich Gresser

