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Bad Wurzach - Als weiteres Programm zur Beschleunigung des Breitbandausbaues gibt es nun ein Graue Flecken Programm, das wie beim Weiße-Flecken-Programm von Bund und Land wieder zu 90% gefördert wird.

Roland Fuchs, Vorsitzender des Zweckverbandes Breitbandausbau Ravensburg, erläuterte das Graue Flecken-Programm, bei dem die betroffenen Gemeinden wie beim „Weiße Flecken Programm“ mit rund 90% Förderung durch Bund (50%) und Land (40%) rechnen können. Der Eigenanteil der Kommunen läge damit ebenfalls bei 10 %.

Als unterversorgt im Sinne der Richtlinie und somit förderfähig gelten alle Anschlüsse mit einer Downloadrate von unter 100 MBit/s = Graue Flecken.

Der Zweckverband werde dann tätig, wo ein Marktversagen vorliege, d.h. wo ein privater Ausbau möglich wäre, aber nicht ausgeführt wird. Für Bad Wurzach heißt dies, dass noch 1.000 Gebäude angeschlossen werden müssen. „Ich empfehle den kommunalen Ausbau (die Alternative wäre ein Ausbau durch die OEW), da damit auch die späteren Einnahmen in der Gemeinde bleiben.“ Auf Bad Wurzach kommen bei Gesamtkosten von 32 Mio. € damit rund 3,5 Mio. € Eigenanteil zu.

Kämmerer Stefan Kunz brachte die Einschätzung der Stadt zum Ausdruck: „Es ist viel Geld, das die Stadt dafür in die Hand nimmt. Aber Glasfaser ist ein wichtiger Standortfaktor.“ Die Pachteinnahmen der Anschlüsse fließen dann in die Gemeindekasse.

Marga Loritz fragte ob die Ausführung der beiden Programme parallell oder seperat laufen wird. „Seperat,“ antwortete Fuchs ihr, das Weiße Flecken-Programm befinde sich bereits in der Ausschreibung, während das Graue Flecken Programm noch nicht soweit sei. Ewald Riedl fragte an, ob alle bisherigen Kupferkabelnutzer in den Genuss des Programmes kommen, was Fuchs bejahte. „Die Leitungen werden kostenfrei bis ins Haus gelegt.“

Bedenken von Klaus Schütt, „Uns läuft die Zeit davon“ , konnte Fuchs zerstreuen: „Die Plattform ist seit 01.10. offen, wir sind die ersten in der ganzen Bundesrepublik, die Förderanträge gestellt haben.“ Bürgermeisterin Scherer bekräftigte den Willen der Stadt, den lukrativen Teil selbst zu machen und nicht anderen zu überlassen.

Die Abstimmung erfolgte einstimmig

 

Bericht Ulrich Gresser Bild Zweckverband Breitbandausbau 

 

 

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