DBSZ DBSZ BadWurzach 1200v01

Bad Wurzach - Mit der Ausstellung „Natur erleben“ des Bad Wurzacher Naturfotografen Jürgen Corde wurde am Freitagabend erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie in der städtischen Galerie in Maria Rosengarten, unter entsprechenden Hygienebedingungen, wieder eine Kunstausstellung eröffnet.

Klaus Schütt, der die angemeldeten und in zwei zeitlich versetzt eingelassenen Gruppen aufgeteilte Besucher im Namen von Bürgermeisterin Scherer begrüßte, sagte mit einem Lächeln auf die Organisatorin der Ausstellungen: „Da hat die Frau Stäbler richtig Druck gemacht.“ Er freue sich, mit Jürgen Corde einen einheimischen Fotografen begrüßen zu dürfen und finde dessen Bilder schön und auch das Thema sehr passend.

Die angesprochene Rosemarie Stäbler verwies auf die getroffenen Corona-Maßnahmen und freute sich in ihrer Begrüßungsrede, „nach sechs Monaten endlich wieder eine Ausstellung (die 233.) eröffnen und Gäste willkommen heißen zu dürfen.“

Der 1963 in Tettnang geborene und in Meckenbeuren, also in ländlicher Umgebung umgeben von Wäldern, Bauernhöfen, Hopfengärten und Obstplantagen und unweit des Bodensees aufgewachsene Hans-Jürgen Corde kam schon früh mit der Fotografie in Berührung: Bereits im zarten Alter von sieben Jahren drückte ihm sein Vater, selbst ein engagierter Naturfotograf, die erste Kamera in die Hand. „Und der kleine Jürgen begeisterte sich sofort für das Hobby des Vaters und begleitete ihn fortan oft auf seinen Wanderungen und Fotoexkusionen,“ erzählt Jürgen Corde bei der kleinen Einführung in die Ausstellung. „Natur... das ist für mich Meditation, Erholung und Inspiration in einem.“ Er wolle dem Betrachter die Dinge so zeigen, wie er sie durch seine Augen sehe. „Auch die ganz kleinen am Wegesrand, die so manch einer in der heutigen, schnelllebigen und von Stress geprägten Zeit einfach übersieht.“ Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen.

In vielen der ausgestellten großformatigen und farbenprächtigen Fotos spielen die ganz kleinen Dinge die Hauptrolle: etwa bei der Libelle, die sich an einem Grashalm dem Himmel entgegenhangelt, hat sich der Fotograf ganz tief auf den Boden begeben, um die Natur in den Vordergrund zu stellen. Zur Motivation, warum er ausgerechnet das mache, was die meisten anderen auch tun, meinte er: „Fotografie ist wie einen Weg beschreiten. Einen Weg der sein Aussehen stündlich ändert. Man sieht den Weg stündlich anders.“

Ein Zitat beschreibt sehr gut seine Auffassung von Kunst: „Kunst beginnt dort, wo Worte aufhören.“ Mit dem congenialen Musiker Curt Conrad Müller, der mit seinen themenbezogen ausgewählten Liedern die zweigeteilte Vernissage bereicherte, fand Corde einen „Bruder im Geiste“. Und wer von den Besuchern von den rund 30 ausgestellten Bildern auf den Geschmack gebracht worden war, konnte sich an diesem Abend noch an vielen weiteren Naturaufnahmen in einer Diashow erfreuen.

Die Ausstellung ist bis 04. September während der Öffnungszeiten der Stadtbücherei zu sehen.

Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten:
Di. 10-12 Uhr, 14-18 Uhr,
Mi. 14-18 Uhr,
Do. 10-18 Uhr,
Fr. 14-18 Uhr,
Sa., 10-12 Uhr.

Weitere Infos: Stadt Bad Wurzach, Tel. 07564/302-110, oder Rosemarie Stäbler, Tel. 07564/2665.

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

--------------------------------------------------

halloRV

­