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Bad Wurzach - Zu diesem – wegen Corona – ganz besonderen Heilig-Blut-Fest bot sich an diesem Donnerstagabend, dem Vorabend des Blutfestes, ein ganz besonderes Schauspiel: Der Kirchturm der Stadtpfarrkirche St. Verena leuchtete nach Einbruch der Dunkelheit für eine Stunde in einem ähnlichen Rotton wie das Kreuz, das alljährlich in der Sommerzeit um das Heilig-Blut-Fest herum von der Turmspitze der Wallfahrtskapelle den Pilgern und Gläubigen den Weg weist.

 

 

Weil die Reiterprozession in diesem Jahr nicht in seiner Urform mit seinen zahlreichen Reitern stattfinden kann hatten Stadtpfarrer Maier und sein Mesner Roland Herdrich die Idee: „Weil wegen der Abstandsregeln ein öffentlicher Gottesdienst auf dem Gottesberg nicht möglich ist, holen wir für einige Stunden das Strahlen des roten Kreuzes in die Stadt, in dem wir den Kirchturm von St. Verena in ein rotes Licht tauchen.“

 

 

Bei den Jungs von „Marshy soil“ und ihrem Sound- und Beleuchtungsspezialisten Markus Fritsch von „Sound & Light Concept“ rannten sie mit der Idee offene Türen ein. Am letzten Donnerstag war „Generalprobe“ mit einem kleinen Equipment, die zu aller Zufriedenheit ausfiel. Keiner, der an diesem Vorabend des Heiligblutfestes zufällig am Klosterplatz vorbeikam konnte sich der magischen Wirkung der rot angestrahlten Kirche entziehen.

 

Sofort wurde das Smartphone gezückt und das Ereignis in vielen Bilder festgehalten. Mittendrin freute sich Pfarrer Maier mit glänzenden Augen über die höchst gelungene Aktion. Sogar an ein Spotlight hatten die Lichtkünstler gedacht: Aus dem Fahnenfenster, wo an den Hochfesten die weiss und gelb gestreiften Kirchenfahnen den Kirchenbesucher empfangen, richteten sie einen Scheinwerfer auf die Turmuhr, so dass der gesamte Turm vom umkränzten Hauptportal bis zur Wetterfahne in seiner ganzen Höhe ausgeleuchtet wurde.

 

Vielen Schaulustigen gefiel die Aktion so sehr, dass sie laut darüber nachdachten: „Das wäre doch eine prima Sache wenn man so etwas in ähnlicher Form z.B. an den Wochenenden von Mai bis September machen könnte.“

 

So zeigt sich einmal mehr, dass die Corona-Krise durchaus mit einen kreativen Denkanstößen auch ihre positiven Seiten hat.

 

Bericht und Bilder Uli Gresser

 

 

 

 

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halloRV

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