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Bad Wurzach - Vor nunmehr fünf Jahren war bei einer Sitzung des Luxeuil-Komitees im Partnerschaftsverein Bad Wurzach die Idee zum ersten Mal aufgegriffen worden: Ein Diner en blanc, „Ein Diner in Weiß“ auf dem damals neugestalteten Klosterplatz. Nach zwei Jahren Pause konnte die liebgewordene Tradition bei bestem Wetter nun wieder aufgenommen werden.

 

Nachdem zwei Jahre lang wegen Corona garnicht ging, freuten sich die „Franzosen“ darauf endlich wieder an langen Tischtreihen zu dinieren. Die Sonne strahlte mit den Teilnehmern –darunter auch Bürgermeisterin Alexandra Scherer – am vierten Diner en blanc um die Wette.

Die 1988 von dem Pariser Francois Pasquier geborene Idee, seine völlig überfüllte private Gartenparty kurzerhand in den nahegelegenen Bois de Boulogne und damit auf einen öffentlichen Platz zu verlegen, hat auch in Bad Wurzach schon viele Freunde gewonnen. Nach der Erweiterung im Vor-Coronajahr 2019 wurde auch in diesem Jahr wieder eine zweite Tafel aufgebaut.

Daran konnte sich Jedermann mit seinem Picknickkorb im Schatten von St. Verena und Maria Rosengarten auf dem Klosterplatz niederlassen. Zwar waren es trotz des perfekten Wetters deutlich weniger Teilnehmer als vor Corona, die sich an den Biertischgarnituren über das mitgebrachte Essen und Trinken hermachten.

Aber die Veranstaltung wird sich weiter etablieren, darüber waren sich alle einig. Jeder durfte bei jedem probieren, auf diese Weise kam man rasch bei einem guten Tropfen und leckerem Käse zum Abschluss miteinander ins Gespräch.

Ursprünglich wollten die Veranstalter des Partnerschaftsvereines eine Woche später dinieren, doch war der Klosterplatz wegen des geplanten Open-Air-Kino-Wochenendes ist an diesem Termin bereits vergeben. Aber das konnten alle Teilnehmer an diesem friedlichen Abendmahl gut verdauen.

Die Stammgäste bei dieser Veranstaltung jedenfalls freuten sich über die Wiederaufnahme dieser noch jungen Tradition, denn irgendwie hat so ein gutes Diner sogar etwas Meditatives: Man kann bei gutem Essen und schönen Gesprächen wunderbar abschalten, den Alltag vergessen.

Und alle waren sich einig, als die anbrechende Dunkelheit das Ende des diesjährigen Diner in Weiß ankündigte: „Wir kommen auch im nächsten Jahr wieder!“

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

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halloRV

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