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Bad Wurzach - Initiiert und organisiert wurde das vierte Berufswahlcamp, das erstmals nach der Corona-Pause wieder stattfinden konnte, wie schon 2017, 2018 und 2019 von Karrierebegleiterin Hildegard Mühler. In der Mensa des Schulzentrums durften die rund 40 Siebtklässler testen, welcher Beruf für sie einmal in Frage kommen kann.

Weil solche Berufsfindungsaktionen, die gerade für Handwerks- und Ausbildungsberufe sehr wichtig sind, während der Corona-Zeit nicht möglich waren, hatten viele Betriebe der Region, die eh schon seit vielen Jahren händeringend Nachwuchs suchen, noch größere Probleme als sonst, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen.

Angeleitet von Mühler selbst, einigen Lehrer der Werkrealschule, sowie einigen ehemaligen Schüler konnten und sollten sich die Schüler an den 11 Stationen in unterschiedlichen Berufen ausprobieren, um dabei ihre Stärken erkennen.
Für das Hotelfach galt es, einen Restaurantplatz perfekt einzudecken. Beim Elektronikerberuf die Verkabelung an einen Schalter anbringen. Um die Einrichtung der Mensa zu schonen mussten die Maler anhand einer schematischen Zeichnung Flächen mit Klebeband abgrenzen und danach ausmalen. Bürokommunikation wurde anhand von Laptops geübt, bei der Metallverarbeitung durften sie einen Schlüsselanhänger aus Blech schneiden, beim Holzmechanikerberuf galt es eine Holzbox nach Anleitung zusammen zu bauen. Ganze (Fertig-)Häuser – natürlich nur als Modell – zusammensetzen war die Aufgabe bei den Zimmerleuten.

Anspruchsvoll war auch die Aufgabe, als Lagerist eine Auftrag aus mehreren Einzelteilen zusammenstellen. Für den Pflegeberuf stand die Befüllung einer Medikamentenbox mit verschiedenen Tabletten und Heilmitteln an. Stellvertretend für den Beruf von Bankkaufleuten musste ein Überweisungsformular ausgefüllt werden, eine Übung, die später für Jeden zum Alltag gehören wird. Mit Hilfe eines Laufzettels reflektieren die Schüler/innen ihre Fähigkeiten, mussten überlegen, welche Stärken sie für die jeweilige Aufgabe benötigten.

Das Ziel des Camps ist klar: Jeder Schüler soll seine eigenen Interessen und Fähigkeiten erkennen. Durch die sehr unterschiedlichen Aufgaben sollen die Schüler kurz vor dem Beginn der 8. Klasse in ganz unterschiedliche Bereiche hineinschnuppern, um zu erfahren was ihnen liegt: handwerkliches, kaufmännisches, pflegerisches oder doch Informatik und IT. Denn in der achten Klasse steht die Entscheidung für das vielleicht berufsentscheidende Praktikum an und vielleicht, wenn dann eine Entscheidung für eine Berufsbild gefallen ist, sollten erste Bewerbungen verschickt werden.

Unterstützt wurde die Aktion durch die Bildungspartner Holzbau Weizenegger, das Holzhausmodelle zur Verfügung stellte und Elektro Erne. Sehr großzügig zeigte sich auch die Firma Hymer, denn dessen Werkstück, eine Holzbox, durften die Schüler mit nach Hause nehmen.

Auf jeden Fall machte es allen Schülern wie Lehrern großen Spaß und vielleicht hilft es ja den Schülern, in den Ferien über die gemachten Erfahrungen nachzudenken und einen klareren Blick auf ihre berufliche Zukunft zu finden.

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Bericht und Bilder Uli Gresser

 

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halloRV

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