Bad Waldsee - Bad Waldsee am vergangenen Dienstag. Markttag. Regen sammelt sich in großen Pfützen auf dem provisorischen Fußgängerweg vor der Ölmühle. Autos schlängeln sich auf der Behelfsstraße durch die Baustelle. Der Marktbetrieb an der Grabenmühle läuft fast wie gewohnt.
Mitten in der abgesperrten Baustelle wirft ein Bagger zwei, drei Schaufeln Kies hin. Nach dem Motto: „Kappa ra, Händ‘ an d’ Schaufel“ packen die Vertreter von Stadt und Unternehmen für den „ersten Spatenstich“ rasch und kräftig zu und schmeißen ordentlich Kies durch die Luft.
Kies im übertragenen Sinne bewegt die Stadt auf dieser Baustelle auch ordentlich viel. Wie Bürgermeisterin Monika Ludy in ihrem kurzen Statement sagte, werden für das Projekt "Altstadt für Alle" einschließlich des Ausbaus der Bleichestraße rund 7,3 Millionen € investiert. Davon bekommt die Stadt zwei Drittel als Zuschuss.
Ohne die provisorische Umleitung auf der Bleiche müsste der ganze Verkehr weiträumig über Steinach und die Schützenstraße geleitet werden, was für die Anwohner eine große Beeinträchtigung wäre.
Wie Stadtbaumeister Andreas Heine sagte, läuft die ganze Baustelle unter hohem Zeitdruck, da die Zuschussgeber ihrer Gelder an das pünktliche Einhalten der Termine gebunden haben. Und da können die Waldseer froh sein, denn demnach ist der Umbau der Bleichstraße bis Ende es Jahres fertig.
Aber noch nicht das Projekt „Altstadt für Alle“. Im nächsten Frühjahr beginnen die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Grabenmühlplatzes mit Anschluss des Mobilitätsbandes an die Bushaltestellen an der Bleichestraße.
„Es wird wunderschön“, rief die Bürgermeisterin euphorisch aus.
Unser Bild zeigt von links nach rechts: Andreas Heine, Stadtbaumeister (vorne, Herr Schwerte (Ingenieurbüro Reik, Herr Hinder, Fa. Hinder (Ausführende Firma, Frau Volk (IB Reik), Bürgermeisterin Monika Ludy, Oberbürgermeister Matthias Henne, Herr Bessel (IB Reik), Herr Sigmund (Büro für Freiraum Planung Sigmund), Albrecht Reuß (Büro citiplan). Das Gesamt-Volumen der Maßnahme "Altstadt für Alle" beläuft sich auf 7,232 Millionen €; davon stammen 4,460 Millionen € aus dem Programm Nationale Projekte des Städtebaus des BBSR (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung / BBR). Foto: Erwin Linder

