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Bad Waldsee - Durch mehrere mittelalterliche Bodenschichten, mitten in der Bad Waldseer Altstadt, arbeiten sich derzeit die Mitarbeiter der archäologische Grabungsfirma Archäozentrum. Die Grabungen sind möglich, da das bisherige Gebäude Hauptstraße 41 abgerissen werden musst.

Aufgrund der bisherigen Funde deute alles auf eine damals wohlhabende, mittelalterliche Bevölkerung hin, berichtet Grabungsleiterin Anja Seidel. Die verschiedenen Erdschichten würden zudem auf eine frühe Besiedelung hinweisen und zeigen, dass es über mehrere Jahrhunderte hinweg an der dortigen Stelle immer wieder größere Brände gegeben haben muss.

Unter den Funden, die in den letzten Tagen zum Vorschein kamen und von den Archäologen vorsichtig ausgegraben und dokumentiert worden sind, befinden sich auch Glasperlen, Spinnwirbel und Webgewichte. Die Ausgrabungen seien von der Bevölkerung mit großem Interesse von den Bauzäunen aus verfolgt worden. „So eine freundliche Baustelle hatten wir noch nie“, so die Grabungsleiterin Anja Seidel.

Sie informierte die Vertreter der Stadtverwaltung, darunter Oberbürgermeister Matthias Henne, Bürgermeisterin Monika Ludy, Fachbereichsleiter Christoph Liebmann, Isabel Sonntag und Stadtarchivar Michael Tassilo Wild über den Stand der derzeitigen Grabungen sowie über die verschiedenen geschichtlichen Hintergründe der Stadt Bad Waldsee. Hier arbeite sie sehr eng und gut mit Stadtarchivar Michael Tassilo Wild zusammen, wofür sie sich bedankte.

Die Grabungen dauern bis etwa Ende dieser Woche, eventuell bis Mitte nächster Woche. Über die abschließenden Ergebnisse wird nochmals informiert. Durchgeführt werden die Grabungen von der Firma Archäozentrum aus dem bayrischen Günzburg, im Auftrag des Landesamts für Denkmalpflege (LAD), Regierungspräsidium Stuttgart.

 

Text und Bild: Brigitte Göppel

 

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