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Bad Waldsee - Nach den chaotischen Corona-Regierungsvorgaben am letzten Wochenende, erst 2 G Plus für Gaststätten-Besuche, dann wieder 2 G, und daraus resultierenden dramatischen Rückgängen der Besuchszahlen, trafen sich die Mitglieder des DEHOGA Ortsverbandes am vergangenen Mittwoch, den 8.12., beim Ortsvorstand Rudi Spieß in der Versteigerungshalle zum Meinungsaustausch. Im Zentrum stand natürlich, wie man das Weihnachtsgeschäft noch irgendwie retten kann.

„Der Zusammenhalt unter den Gastronomen ist groß und so kamen zum kurzfristig anberaumten Treffen auch die Mitglieder aus Alttann und Wolfegg in die Versteigerungshalle“ erzählt Rudi Spieß.

Die Situation in der Gastronomie ist wieder desaströs. Weihnachtsfeiern sind abgesagt. Besucherzahlen insgesamt rückläufig. Der Aufruf der Politik, nicht auszugehen, ist ein weiterer Sargnagel für die Gastronomie.

Die Betriebe denken wieder über längere Schließungen nach. Mitarbeiter müssen leider wieder in Kurzarbeit geschickt werden. Und dann ist die Sorge groß, ob diese Mitarbeiter im Frühjahr wieder zur Verfügung sehen. Nach dem letzten Lockdown mit Kurzarbeit für viele in der Gastronomie Beschäftigten suchten sich diese vielfach andere Jobs. Nicht zu vergessen: Mini-Jobber auf 450 Euro Basis, die keine Sozialgaben abführen müssen, bekommen dann auch kein Arbeitslosengeld, sondern schauen in die Röhre.

 

Wie sieht die Lage an den Feiertagen aus? Über feste Öffnungszeiten können die Wirte jetzt noch nichts sagen. Die Lage ändert sich von Tag zu Tag. Auf jeden Fall werden die Wirte keine Anzeigen mit Öffnungszeiten in den Medien einschalten.

Welcher Betrieb wann geöffnet hat, melden diese bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Waldsee. Hier werden die Angabe gesammelt und rechtzeitig auf der Website der Stadt Bad Waldsee unter der Rubrik Tourismus veröffentlicht. Wie Frau Karagja von der Wirtschaftsförderung sagte, werden die Öffnungszeiten auch auf Instagram, Facebook und am Infoterminal bei der Touristinfo veröffentlicht.

Mit Optimismus geht Rudi Spieß weiter an die Arbeit. Für’s Wochenende hat er ein Reh zerwirkt und gefüllte Kalbsbrust vorbereitet. Hört sich doch lecker an.

 

Erwin Linder

 

 

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halloRV

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