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Bad Waldsee - Das Museum ist zwar bereits in der Winterpause und seit dem 15. November geschlossen, doch Sonderöffnungen ermöglichten den Besuch dreier 4. Klasse der Döchtbühlschule.

 

An diesem Montag, 22. November war die Klasse von Marion Betz mit 11 Schülern vor Ort, vier waren krank. Es folgten am Dienstag und am Freitag die Parallelklassen mit Julia Jauch und Sonja Köhler und jeweils knapp über 20 Schülern.

Die lebhaften Kinder führte Klaus Neher vom Museums- und Heimatverein, der sich im Museum bestens auskennt. Die eineinhalb Stunden vergingen wie im Flug. In der Pfeilerhalle fand zu Beginn eine kleine Vorstellung des Hauses statt, Fragen wurden gestellt und beantwortet: wie alt ist das Haus? Ist es aus Holz oder Stein gebaut? Welche Funktion hatte es ursprünglich? Wie viel Einwohner hatte die Stadt Waldsee zur Zeit der Erbauung? Seit wann ist es Museum?

 

Im ersten Obergeschoss wunderten sich einige Schüler, warum nichts über Getreide zu sehen ist im ehemaligen Kornhaus. Die kleinen Besucher standen zunächst vor einer Großvitrine und bestaunten: ein Taufkleid, in dem 18 Kinder einer Frau getauft wurden, eine alte Postler - Uniform, Trachtenteile, u.a. einige Radhauben.

Interessant war ebenfalls die Vitrine mit den Richtschwertern und Schwurhänden, die Kopien der Waffen aus dem Bauernkrieg und die unterschiedlichen Folter- und Hinrichtungswerkzeuge. Nach diesen eher grausigen Ausstellungsstücken schloss sich die Abteilung der Christlichen Kunst an z.B. mit einem Palmesel und dem Prunkschlitten (mit „beheizbarer“ Sitzbank) der Chorherren des ehemaligen Stiftes St. Peter. Ihre Stiftskirche ist die heutige Stadtpfarrkirche.

Auf einer extra aufgebauten Erhöhung konnten die Kinder die 42 Tonfiguren des „Basler Totentanzes“ in Augenhöhe betrachten und das Gemälde der seligen „Guten Beth“ von Reute mit ihren Wundmalen an den Händen.

Es folgten weitere Werke Waldseer Künstler: Bilder des Malers Louis Lang, die Marmorskulptur von Constantin Dausch und Holzskulpturen der sechs Brüder der Bildhauerfamilie Zürn, die meist Heilige darstellen. Der Choraltar in der Frauenbergkapelle stammt auch von ihnen.

 

Das zweite Obergeschoss wurde noch im Schnelldurchlauf besichtigt, interessant waren hier: ein altes Uhrwerk, Bleilettern einer Druckerei, alte Schreibmaschinen, Musikinstrumente und Puppenstuben. Mit großen Augen bestaunte die Schar das Kettenkarussell, das Klaus Neher zum Abschluss beleuchtet in Bewegung setze. Nach diesem Rundgang verabschiedeten sich die Kinder und ihre Begleiterinnen angefüllt mit neuen Eindrücken.

 

Pressemitteilung MHV Bad Waldsee, B. Hecht-Lang

 

 

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halloRV

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