DBSZ DBSZ BadWurzach 1200v01

Kümmeratzhofen - Bereits im Vorjahr wurde in Kümmerazhofen das Kirchenpatrozinium unter freiem Himmel im Hofraum des Kapellenmesners Josef Schmid gebührend gefeiert. Den Gründungstag der Schönstattgemeinschaft am 18. Oktober begehen hier die Gläubigen normaler Weise in der spätbarocken MTA-Kapelle.

Corona-bedingt wäre hier aber nur Platz für zwölf Personen erlaubt gewesen. So fanden sich bei wohltuender Herbstsonne am frühen Montagabend viele Gläubige im Tobelweg bei der Großfamilie Schmid ein.

Den Altar unter einem mächtigen Nussbaum schmückte neben herrlichen Blumen das Bild der „Pilgernden Gottesmutter von Schönstatt“. Seit nun mehr zehn Jahren ist diese, in Brasilien vor einigen Jahrzehnten initiierte Kampagne auch in Kümmerazhofen lebendig. Heidrun Schumacher organisierte schnell acht Familien, welche dieses Bild jeweils vier Tage im Monat zu Hause aufnehmen und betend verehren.

Kapellenmesner Josef Schmid, welcher ganzjährig jeden zweiten Montag zu einer Andacht in die Kapelle einlädt, freute sich bei seiner Begrüßung über mehrere Dutzend Gottesdienstbesucher. Pfarrer Stefan Werner ließ ihm als Hausherr auch hier den Vortritt: „Lieber Josef, bete du vorab mit uns zusammen den ‚Engel des Herrn‘, dann erst beginnen wir dem festlichen Gottesdienst“. In seiner Ansprache bezeichnete Pfarrer Werner den Regenbogen als „Brücke zwischen Himmel und Erde“, er sei „Erinnerungszeichen des Bundes Gottes mit den Menschen“.

Mit großer Freude traten jetzt vier Kinder: Diego, Nicola, Manoel und Adrian (Enkel von Josef Schmid) ans Mikrofon, dabei gestalteten sie mit sieben Farbtüchern einen prächtigen Regenbogen. Gemeinsam wurden das Lied „Regenbogen, Friedenszeichen, Gott reicht uns seine Hand“ sowie der Kanon „Lobe den Herrn meine Seele“ gesungen. Volker Schumacher begleitete dabei mit der Gitarre.

Als besonderer Höhepunkt überraschte dieses Jahr ein Sänger-Quintett mit bekannten Marienliedern die Festbesucher. Zusammen mit Stefan Werner traten hier die Brüder Josef und Ottmar Schmid, sowie die Schwager Josef Fürst und Josef Zeller vor die Gemeinde. Zum Abschluss - mit beginnender Dämmerung zeigte sich bereits der aufgehende Mond - zogen die Gläubigen betend und singend zur Dorfkapelle, welche im Jahr 1863 erbaut wurde. Mit dem Segen des Pfarrers und dem Lied „Segne du Maria“ endete das festliche Patrozinium.

 

Bericht und Bild Rudi Heilig

 

P1150767

Bild vorne: Tochter Maria mit ihren vier Kindern = sie formten einen Regenbogen

 

 

--------------------------------------------------

halloRV

­