Reute - Vor zwei Jahren war es Luisa Floß, die eine neue Art des Flohmarktes in unsere Region brachte. In ihrer Heimat kam sie das erste Mal mit diesem Modell in Berührung und fand das eine tolle Idee, als langjährige Flohmarktgängerin durch einen Ort zu ziehen und sich die angebotenen Waren zu betrachten.
Diese Idee ließ sie nicht mehr los und so setzte sie dies unkompliziert auch in Reute um. Der Anklang war damals schon überwältigend – zumal das ja hier absolutes Neuland war und die Menschen neugierig waren.
Letztes Jahr hieß es dann erst mal bangen, ob der Flohmarkt aufgrund von Corona überhaupt durchgeführt werden konnte. Nachdem dies dann zulässig war, und es so die erste größere Veranstaltung nach langer Einschränkung war, strömten auch letztes Jahr viele Menschen in das beschauliche Reute. Mittlerweile hatte Hüdde & mehr die Federführung übernommen, nachdem Frau Floß nicht mehr in Reute ansässig war.
Auch in diesem Jahr hieß es am 24.09. wieder auf nach Reute, es ist Dorfflohmarktzeit. Über Menschenmengen konnte man sich nicht beklagen und auch die erfahrenen Händler waren bereits am frühen Morgen am 8 Uhr mit den Autos unterwegs um vielleicht das ein oder andere antike Schnäppchen oder Rarität zu ergattern. Aus Gesprächen ließ sich jedoch auch erfahren, dass hier teilweise schon fast unverschämte Preisvorstellungen an die Verkäufer herangetragen wurden.
Rund 130 Haushalte hatten sich zu dem Dorfevent angemeldet und wurden so auch auf den Flyern vermerkt. Die Angebotspallette war völlig gemischt, aber auch einige feine antike Waren konnte man ergattern.
Auch das Kloster war mit einem stattlichen Angebot in der ehemaligen Wäscherei vertreten. Hier konnten das ein oder andere besondere Stück erworben werden. Man fand hier z.B. schöne einzelne antike Stühle, teilweise mit besticktem Bezug, Teppiche und viele andere Schätze. Die Schwestern haben bereits zum dritten Mal in diesem Jahr ihre Pforten für Flohmarktbesucher geöffnet und freuen sich immer wieder über Besucher und Käufer.
Die Anbieter merkten jedoch an, dass die Umsätze nicht so stark wie in den vergangenen Jahren waren. Viele kamen einfach um einen Spaziergang zu machen und zu schauen. Vielleicht liegt es auch daran, dass diese Form von Flohmarkt mittlerweile in allen Teilorten Einzug gehalten hat und auch an diesem Samstag noch weitere Flohmärkte in Aulendorf, Weingarten, Heurenbach und auch in der Kernstadt in Bad Waldsee stattfanden. Manch Teilnehmer meinte auch, dass die Menschen übersättigt sind mit Angeboten.
Die schönste Bemerkung war von einem Anbieter, der meinte ach und wenn nicht so viel geht, macht es auch nichts, das Wetter ist schön, wir sitzen hier mit Freunden haben es lustig, viele Bekannte kommen vorbei, die man schon lange nicht mehr gesehen hat – einfach eine tolle große Dorfhockete.
So muss man es vielleicht auch sehen – gerade die Gespräche taten allen gut, nach einer langen Zeit des Abstandes und sich nicht treffen können.
Für das leibliche Wohl sorgten verschieden Versorgungsstände, die quer über den gesamten Ort verteilt waren. Dies wurde von den Vereinen des SV Reutes, Fanfarenzug Reute, TSV Reute, Mister Coffeebee und der Gaststätte am Eck gestemmt.
Hinzu kam noch ein buntes Programm für Kinder vom Figurentheater unterwegs, und dem SV Reute mit verschiedenen Spielangeboten.
Auf dem Dorfplatz wurde man durch den Party Peter unterhalten, während man genüsslich beim Fanfarenzug sich stärken konnte.
Bericht und Bilder Steffi Rist














