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Bad Waldsee - Mit dem Schulstart für die 74 neuen Fünftklässler hat das Gymnasium Bad Waldsee den 50. Jahrestag seines Umzugs in das neue Schulgebäude auf den Döchtbühl gefeiert. Zu diesem historischen Jahrestag lud Schulleiter Mark Overhage die insgesamt 630 Schüler (alle mit Maske) sowie die 59 Lehrer, zehn davon neu an der Schule, in den Klosterhof zur Schulvollversammlung mit Geburtstagsfeier ein.

Da in diesem Schuljahr das Gymnasium nach mehreren Jahren wieder mit allen Jahrgangsklassen, also von Klasse 5 bis Klasse 13, komplett ist und somit nun drei Klassen mehr hat, erhöhte sich auch die Zahl der Lehrkräfte. Mark Overhage stellte diese vor und hieß sie, wie auch die 74 neuen Fünftklässler, herzlich in der Schulgemeinschaft willkommen.  Die „Fünfer“ erhielten zudem ein Baseball-Cap mit dem Logo zum Jubiläum, das sie gleich voller Freude aufsetzten.

Bürgermeister Matthias Henne blickte in seinem Grußwort auf die Anfänge des neuen Gebäudes auf dem Döchtbühl zurück, das damals als hochmodern und topausgestattet galt. Nun sei es etwas in die Jahre gekommen, so der Bürgermeister, aber in den vergangenen Jahren habe es immer wieder Sanierungen verschiedener Bereiche gegeben. Mittlerweile seien 13 Klassenzimmer digitalisiert und weitere Sanierungen seien geplant.

„Wir werden unser Gymi fit für die nächsten 50 Jahre machen“, versprach der Bürgermeister. „Und dafür werden zusätzliche Räume benötigt, nicht nur die drei fehlenden Klassenzimmer, sondern zusätzliche Fachräume. Ich freue mich sehr, dass wir in guter Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und der gesamten Schullandschaft eine nachhaltige und zukunftsorientierte Lösung gefunden haben. Und ich bin der Realschule sehr dankbar, dass diese vorübergehend die benötigten Klassenräume zur Verfügung stellt. In dieser Zeit werden drei Klassenzimmer an die Mensa angebaut, die dann in einem ersten Schritt dem Gymnasium und anschließend voraussichtlich der Jugendmusikschule zur Verfügung gestellt werden können – somit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Das nächste bauliche Highlight wird der Erweiterungsbau für das Gymnasium sein. Wenn alles so läuft, wie wir das geplant haben, dann können wir in einem Jahr das nächste Fest feiern – und zwar den Spatenstich für dieses wichtige Millionenprojekt. Drücken wir alle zusammen die Daumen. Wir haben Großes für Euch vor“, sagte Matthias Henne.

Dem Schulleiter und allen Mitarbeitern dankte er für ihren Einsatz im Sinne der Schüler und auch dafür, dass die Gebäude mit Leben, Wissen, und vor allem mit Herz, gefüllt werden. Als Geschenk hatte der Bürgermeister 701 frische und knackige 50er-Laugenbrezeln mitgebracht.

Auch die Vertreter der Schülermitverwaltung (SMV) stellten sich und ihre ehrenamtliche Arbeit den neuen Fünftklässlern vor und motivierten zum Mitmachen. Seit diesem Schuljahr könnten alle Schüler mitmachen, nicht nur die Klassensprecher und deren Stellvertreter.

Feierlich, mit Musik untermalt und mit großem Beifall, wurden die neuen beiden Schulfahnen mit dem Jubiläums-Logo entrollt – aus den Fenstern des Klosterhofs. Dort also, wo sich vor 50 Jahren die Klassenzimmer des Gymnasiums befanden. Als ehemalige Schülerin des Gymnasiums und jetzige Lehrerin nahm Marlies Neubrand vor 50 Jahren am Umzug auf den Döchtbühl teil. Sie erzählte, wie es früher war mit der Schule direkt am Stadtsee. „Bootle fahren oder schwimmen in der Mittagspause war verboten. Wurden wir erwischt, mussten wir beim Direktor vorreiten und Gedichte aufsagen.“

Schulleiter Mark Overhage sagte mit Blick auf die Zukunft: „Liebe Schulgemeinschaft, ich freue mich auf ein tolles Schuljahr. Ihr selber habt es in der Hand, ob es ein gutes positives Schuljahr wird. Ein gutes und offenes Miteinander in allen Lebensbereichen, Offenheit und Interesse für den Anderen und ein wenig über den Tellerrand hinausschauen, das hilft in der Gemeinschaft zurecht zu kommen. Wir sind eine große und vielfältige Gemeinschaft mit vielen Charakteren, Figuren und Interessen.“ Zum Abschluss dankte er Thomas Bergmann für die Organisation der Veranstaltung, dem städtischen Baubetriebshof und der katholischen Kirche für die Unterstützung und kündigte für die letzte Schulwochen im Juli 2022 weitere Aktivitäten, etwa ein Konzert und ein großes Schulfest, an.

Die Schüler des Leistungsfachs Musik sowie der Klasse 7c gestalteten unter der Leitung von Hans Georg Hinderberger die Feier mit.

 

Text/Fotos: Brigitte Göppel

 

Gymnaisum Glückwunsch bearbeitet 1

Von links: Schulleiter Mark Overhage, Bürgermeister Matthias Henne und die bei der Stadtverwaltung für Schulen zuständige Fachbereichsleiterin Gerlinde Buemann

 

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