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Bad Waldsee - Die erste Einzelausstellung der beiden Schwestern Franziska und Hanna Barczyk in Deutschland findet in ihrer alten Heimat statt. Die Zwillinge sind 1983 in Saulgau geboren und in Bad Waldsee aufgewachsen, 1996 wanderten sie mit ihrer Mutter nach Kanada aus.

 

Der Tod ihres Vaters Michael Barczyk, des langjährigen Stadtarchivars von Bad Waldsee im April 2019, gab den letzten Anstoß für diese Präsentation, die im Frühjahr 2020 hätte stattfinden sollen. Sie wurde pandemiebedingt auf den Herbst 2021 verschoben und die Verantwortlichen des Museumsvereins hoffen, dass sie jetzt am Samstag, den 25. September in Anwesenheit der beiden Künstlerinnen eröffnet werden kann.

„Perspektiven“ – dieser Titel soll eine Art Dualität der Schwestern aufzeigen: aufgewachsen in einer europäischen Mentalität und langsam hineingewachsen in eine nordamerikanische. Diese „Dualität“ bzw. Ambivalenz zeigt sich bei beiden auch in ihren Werken: sie sind angesiedelt zwischen Illustration und Kunst.

Sie belegten beide den gleichen Design-Studiengang am „Ontario College of Art and Design“ in Toronto/Kanada, Franziska schloss 2008 mit dem „Bachelor of Design“ ab, Hanna im Jahr 2007.

Franziska lebt und arbeitet seit 2016 wieder in Toronto, Hanna arbeitet auch in Montreal und New York.

Beide haben in Toronto ihre Arbeiten bereits in zwei Einzelausstellungen gezeigt: 2016 in „Bodies“ und 2018 in „Blue“, die Ausstellung „Perspektiven“ ist die erste Präsentation ihrer Arbeiten in Europa.

Beide sind in Übersee gut im Geschäft, ihre Illustrationen werden regelmäßig in den bekannten Druckmedien wie The New York Times, The Washington Post, The New Yorker veröffentlicht. Franziska arbeitete bereits auch für die UNESCO, Apple und das Toronto International Film Festival.

Hanna ebenfalls für Apple, weiter für Facebook und u.a. für Footwear, Silver Jeans Co. und Urban Outfitters.

Hannas Arbeit ist beeinflusst von der ungarischen Volkskunst. Ebenso durch alte polnische Filmposter, den deutschen Expressionismus, die kubanische Plakatkunst und mexikanische Wandmalerei.

Ihre Werke zeigen eine Leidenschaft für Tanz, Bewegung und Musik, das Weibliche und alles was es verkörpert. Abstrakte Formen schaffen hierbei eine Figur. Der Betrachter wird in eine Welt entführt, in der die Frau im Fokus steht. Ihre Farben sind leuchtend, Form und Linie sind klar.

Bei Franziskas Werken liegt der Fokus auf sozialen und aktuellen Themen. Sie interessiert sich für Identität, die Idee von Freiheit und Selbstbestimmung.

Franziskas Arbeiten zeigen eine minimale und surrealen Ästhetik, die durch kräftige Farben untermauert werden. Figurative Elemente vermitteln dabei Körper und Tanzposen. Ihre Inspiration erhält sie durch ihre Umwelt, mit allen ihren Strukturen, und durch Begegnungen mit Menschen.

 

Termine:

  • Bereits am Freitag, 24. September unterhält sich Dirk Haselbacher in der Pfeilerhalle des Museums ab 20.00 (Einlass gegen 19.00) im „Ortsgespräch“ mit den Künstlerinnen. Da beide seit längerer Zeit der deutschen Sprache leicht entwöhnt sind, werden die Zuhörer gebeten bei Formulierungsschwierigkeiten nachsichtig zu sein.
  • Die Vernissage findet ausnahmsweise am Samstag, 25. September um 17.00 statt, Öffnung des Museums ist ab 16.00.
  • Ausstellungsdauer: 26. September – 14. November
    Museum geöffnet: Freitag bis Sonntag, jeweils von 13.30 – 17.30
    Eintritt frei


Zur Einführung spricht die Dipl. Produktdesignerin Iris Herzogenrath aus Weingarten.

  • Am Wahlsonntag, 26. September kann die Ausstellung bei freiem Eintritt von 11.00 bis 18.00 besucht werden.

Bitte denken Sie bei allen Veranstaltungen an die aktuellen Corona-Vorschriften und bringen Sie Ihre Maske mit.

 

Pressemitteilung des MHV Bad Waldsee,
Text und Fotos: Brigitte Hecht-Lang

 

 

 

 

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halloRV

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