Bad Waldsee - Nicht nur in der "Amtsstube" oder in Besprechungen sitzen, sondern auch hinausgehen und die Bürger und Unternehmen besuchen - das ist für Bürgermeister Matthias Henne sehr wichtig, allerdings in der Corona-Krise nicht immer ganz einfach.
Am 13. Mai besuchte er die Firma Nold in Enzisreute, um mit dem Firmeninhaber Markus Nold sowie dem Prokuristen Peter Mayr ins Gespräch zu kommen und sich kennenzulernen.
"Gerade jetzt ist es mir ein großes Anliegen, zu wissen, wie es den Unternehmen geht, ob es Probleme gibt und ob wir eventuell unterstützen können", sagte Henne bei der Begrüßung im Firmengebäude. In einem netten Gespräch wurden die Themen Bürgermeisterwechsel in Bad Waldsee, die Videobotschaften des Bürgermeisters und auch die Verkehrssituation hinsichtlich der B 30 besprochen.
Und natürlich stand - wie wohl derzeit fast überall - das Thema Corona-Krise im Vordergrund. Matthias Henne berichtete über die Herausforderungen für die Verwaltung und die Betriebe der Stadt, aber auch über die Vorgehensweise und die getroffenen Maßnahmen. Er betonte zudem, wie wichtig es sei, dass Bürger, Unternehmen und die Verwaltung gerade in dieser schwierigen Zeit zusammenhalten.
Auch Markus Nold informierte zu diesem Thema. Das Unternehmen habe die Krise bisher gut gemeistert und alle Vorkehrungen getroffen, um Kunden in den Verkaufsräumen sicher zu empfangen sowie bei den Kunden vor Ort zu arbeiten. Zudem berichtete er über die Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und des Betriebs.
Anschließend informierten er und Prokurist Peter Mayr über das familiengeführte Mittelstandsunternehmen. Die Firma Nold wurde im Jahr 1979 als Familienunternehmen gegründet, heute gehören dem Betrieb rund 130 Mitarbeiter an. 80 Arbeitsplätze befinden sich am Stammhaus und Hauptsitz in Enzisreute, die anderen in den vier Niederlassungen in Schorndorf, Riederich, Biessenhofen und Memmingen.
Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Bereiche Hydraulik, Pneumatik, Drucklufttechnik und Elektromechanik. Zum Leistungsangebot gehören die Bereiche Herstellung, Projektierung, Installation, Großhandel und Dienstleistung, ein umfangreicher Kundenservice und vieles mehr. Das Unternehmen lege Wert darauf, die gesamte Prozesskette abzudecken, um den Kunden alles aus einer Hand anbieten zu können, sagte Nold.
Da Schnittstellen oft Fehlerquellen seien, werde zudem Wert darauf gelegt, dass die Kunden möglichst nur einen einzigen Ansprechpartner haben, vom Erstkontakt bis zur kompletten Abwicklung. "'Der Kunde ist König' und eine gelebte 'Geht nicht gibt's nicht'-Leidenschaft sind bei meinen Mitarbeitern und mir nicht nur lockere Marketingsprüche, sondern echte Unternehmenskultur", sagte Nold. "Die Kundenzufriedenheit steht für uns alle an oberster Stelle.
Für unsere Kunden sind wir der komplette Anbieter und Partner in den Unternehmenszweigen Hydraulik, Pneumatik, Drucklufttechnik und Elektromechanik. In jedem Bereich sind wir der Spezialist und können unseren Kunden somit eine perfekte Betreuung sowie ganzheitliche Lösungen anbieten." Das Unternehmen blicke mit Stolz auf eine über 40-jährige Erfahrung sowie positive Entwicklung zurück und setze alles daran, gemeinsam mit den Kunden deren Projekte und Prozesse optimal zu gestalten.
Beim anschließenden Rundgang durch die Produktions- und Verkaufsräume konnte sich Bürgermeister Matthias Henne einen Eindruck vom Unternehmen machen. Er bedankte sich für die spannenden und beeindruckenden Einblicke hinter die Kulissen und betonte, dass es sich zeige, dass eine breite Streuung an Angebot und Service gerade in Krisenzeiten wichtig sei. Falls der Betrieb ein Anliegen habe, bei dem die Stadt unterstützen könne, so dürfe er sich gerne melden.
Text/Foto: Brigitte Göppel

