Bad Waldsee - Anja Demuth, links im Bild, und Anna-Lena Huber waren die glücklichen Preisträger der Jury des Paul-Heinrich-Ebell Förderpreises für junge Künstler. Der Publikumspreis ging an Milana Alaro, die ihn leider nicht persönlich entgegen nehmen konnte.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden des Museums- und Heimatvereins Ernst Langer hielt die zweite Vorsitzende Brigitte Hecht-Lang die Laudatio auf die Preisträger.
Zunächst stellte sie den Namensgeber des Preises vor. Paul-Heinrich Ebell war Kunsterzieher am Bad Waldseer Gymnasium und betätigte sich als freier Künstler. Er wirkte fünfzig Jahre in Bad Waldsee. Dabei initiierte er „Die kleine Galerie“, damals in den Räumlichkeiten des Elisabethenbades, heute zuhause im Haus am Stadtsee.
Im Elisabethenbad ist auch eines seiner Werke, ein Glasbild, fest installiert. Einen großen Teil seines künstlerischen Nachlasses vermachte er dem Museum im Kornhaus, den der Museums- und Heimatverein betreut.
Im Sinne des Kunsterziehers Ebell ist der Förderpreis bewusst für junge Künstler bis zu einem Alter von 35 Jahren ausgeschrieben.
Der Preis ist mit einem Preisgeld von 3000 Euro dotiert, daneben gibt es noch einen Publikumspreis, der mit 500 Euro ausgestattet ist.
Die Jury, die über die Vergabe des Förderpreises richtete, war hochkarätig besetzt: Ewald Schrade, Galerist im Schloss Mochental, Dr. Uwe Degreif, Kunstwissenschaftler, Jörg Eberhardt, gebürtiger Waldseer, Ebell-Schüler, Professor für Experimetelle Gestaltung, Birte Horn, freie Malerin in Blaubeuren und Brigitte Hecht-Lang.
Besonderen Dank richtete Hecht-Lang an den Bad Waldseer Bildhauer Axel Otterbach, ebenfalls ein Ebell-Schüler. „Wenn der Axel im Beirat des Vereins nicht so „druckt“ hätte, würde es heute keinen Ebell-Preis geben.
Die Jury konnte sich nicht auf einen Preisträger einigen und so konnten sich zwei Künstlerinnen, die sich der abstrakten Malerei verschrieben haben, über jeweils 1500 Euro Preisgeld freuen: Anna-Lena Huber und Anja Demuth.
Die Besucher der Ausstellung konnten ebenfalls ihr Votum für einen Publikumspreis abgeben. Jeder hatte eine Stimme für sein Lieblingsbild. Diesen Preis gewann Milana Alaro, die nicht anwesend sein konnte.
Außer den beiden Preisträgerinnen bewarben sich neun weitere Künstler um den Förderpreis: Sandra Schick, Karlsruhe, Emma Gindorf, Unterwaldhausen, Xenia Hartok, Neu-Ulm, Doris Vogel, Eislingen, Milana Alaro, Singen, Markus Schmidt, Kißlegg, Christopher Colley, Erbach-Donaurieden, Paul Herberg, Leutkirch und Michael Wechsel, Kißlegg.
Text und Bilder Erwin Linder

