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Ehrensberg - Am Dienstagabend ( 10. August) feierten gut fünfzig Gläubige das Patrozinium des hl. Laurentius bei einem Gottesdienst im Freien auf der Westseite der Kapelle. Die Kleinkirche ist bekanntlich dem hl. Laurentius - einem römischen Diakon - geweiht.

 

Der 10. August ist der Gedenktag des Heiligen, der nach der Überlieferung am 10. August 258 n. Chr. den Märtyrertod durch Verbrennen auf einem glühenden Rost erlitten hatte. Hoch in Ehren stand der heilige Laurentius vor allem bei der bäuerlichen Bevölkerung in ganz Oberschwaben.

Gekommen waren Gottesdienstbesucher nicht nur aus dem Weiler Ehrensberg sondern auch aus den Nachbarorten, darunter auch etliche aus Hittisweiler, deren vorgesehenes Patroziniumsfest „Maria Schnee“ fünf Tage zuvor ein Opfer der Regenperiode geworden war.

Die Kapelle Ehrensberg liegt idyllisch auf einer kleinen Erhebung (717 m hoch) und ist das Wahrzeichen des Weilers. An diesem Abend erstrahlte sie voll im Sonnenlicht. Von der Hittisweiler Ebene aus ist die Kapelle gut zu sehen. Aus der Nähe erkennt man deutlich, dass die Westseite (Wetterseite) einer dringenden Sanierung bedarf. Das müsste ja machbar sein, denn dieser Aufwand ist nicht vergleichbar mit den Kosten der Osterhofer Kapelle.

Pfarrer Stefan Werner, der den Patroziniums-Gottesdienst zelebrierte und zusammen mit Claudia Waibel (beide Gitarre) die Lieder begleitete, erinnerte daran, dass solche Orte auch „Kraftorte“ für die Menschen sind. Gerade die Ehrenberger Kapelle sei auch so ein Kraftort. In seiner Ansprache bezog er sich auf ein Gedicht von Hans Magnus Enzensberger mit dem Titel „Empfänger unbekannt“. Dabei geht es um „Dankesmomente“ auch „Glücksmomente“, die wir immer wieder erfahren dürfen und letztlich sollten wir
den Dank Gott gegenüber nie vergessen.

Die beiden Ministrantinnen verteilten Bohnen an die Gottesdienstbesucher. Der symbolischer Bezug dazu entstammte einer anderen Geschichte, die das oft vergessene, täglich entdeckbare Dankeschön erhellte. Direkt am Weg bei der Kapelle entdeckt man eine Stele, ein eisernes Herz mit bunten Glasteilen belegt, zu einem Mosaik geformt. Es ist das Werk der Ministrantinnen und entstand unter Anleitung des Ehrensberger Künstlers Hena Kreissle, dessen Kunstwerkstatt ganz in der Nähe liegt.

Nach der Segensspende bedankte sich Pfarrer Werner bei allen Helferinnen und Helfern, die nicht nur Bänke und Sitzgelegenheiten aufgestellt sondern auch für den würdigen Rahmen gesorgt hatten. Sein Dank galt all denen, die sich stets ehrenamtlich für Dienste in und bei der Kapelle zur Verfügung stellen.

 

Fotobericht: Rudi Martin

 

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halloRV

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