Bad Waldsee - Die Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie werden zurückgefahren. Viele, vor allem ältere Menschen sind geimpft. Nun kann die Hospizgruppe Bad Waldsee e. V. wieder richtig durchstarten und breit ihre Begleitdienste für Schwerstkranke und Sterbende anbieten.
Schon in den vergangenen Monaten begleiteten die Ehrenamtlichen der Hospizgruppe kranke und alte Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Doch beschränkte sich die Begleitung meist auf die Pflegeeinrichtungen. „Die Verunsicherung in der Pandemie war spürbar“, meint Sr. Regina Starzmann, stellvertretende Vorsitzender des Hospizvereins, „die Nachfrage nach Begleitungen war zurückhaltender als in den Vor-Corona-Zeit“. Doch nun rechnet die Hospizgruppe mit verstärkter Nachfrage.
In einer Umfrage gaben drei Viertel der Ehrenamtlichen an, für eine Begleitung zur Verfügung zu stehen. Beim ersten Treffen nach dem Lockdown freute sich die Gruppe über das Wiedersehen und stärkte sich für ihre Aufgabe. Erstmals leiteten Emanuel und Ramona Endres das Treffen, sie sind künftig für die Koordination der Ehrenamtlichen, ihre Begleitung und die Einsatzplanung zuständig. Emanuel ist im Hauptberuf Pflegedienstleiter und arbeitet bereits seit über einem Jahr beim Hospizverein. Seine Frau Ramona ist der Gruppe bereits als Begleiterin bekannt und leitet die Tagespflege im Wohnpark am Schloss.
Nach über zehn Jahren beendet Monika Winstel ihre Aufgabe als Koordinatorin der Hospizgruppe. „Frau Winstel war eine überaus engagierte und kompetente Mitarbeiterin“, lobt der Vorsitzende Ulrich Köpfler, „die den Begleiterinnen und Begleitern, einfühlsam und fachlich versiert zur Seite gestanden ist.“ Anfang Oktober wird Frau Winstels langjährige bei einem Fest der Hospizgruppe gewürdigt.
Bei dieser Feier auch dem 25-jährigen Jubiläum gedacht werden, dessen ursprünglich geplante Feier im Herbst 2020 der Corona-Pandemie zum Opfer fiel.
Bericht Ulrich Köpfler Vorsitzender Hospizgruppe Bad Waldsee e. V. Bild Nicole Scharfenort

