Bad Waldsee - Bereits vor Ostern kam im Kollegium der Döchtbühlschule die Idee auf, eine kleine Hühnerzucht ins Leben zu rufen. Nach vielen Überlegungen und Besprechungen konnte diese Idee jetzt endlich in die Tat umgesetzt werden.
Los ging es natürlich mit dem Brüten: 21 Tage lang lagen die 10 Eier in der Brutmaschine in der Aula im Neubau und wurden von zahlreichen Kindern bestaunt und auch untersucht. An der Brutstation bekamen die Besucher von Kollegin Annette Joos fachkundige Erklärungen rund ums Ei und das Huhn. Ein wirkliche Vielzahl an Fragen tauchten auf und die Kinder waren durch die Bank sehr interessiert und begeistert von diesem neuen Lernfeld.
Nach genau 21 Tagen war es dann soweit. Es wurde geschlüpft! Die Aufregung war nicht nur bei den Schülern ziemlich groß, auch die Lehrkräfte verfolgten gespannt das Geschehen. Fünf Küken erblickten nach und nach in der Aula das Licht der Welt und nach und nach auch eine Menge an großen und kleinen Kindern aus der Notbetreuung, die sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen wollten.
Da wegen des Wechselunterrichts nicht alle Kinder live dabei sein konnten, drehte das Hühnerteam mit Hilfe von Kollegin Katharina Barth einen kleinen Film, der auf der Homepage der Schule zu finden ist. Dort gibt es auch das Hühnertagebuch, das über diese spannende Zeit berichtet
Per Losverfahren – die Kinder hatten fleißig Namensideen gesammelt - wurden dann den Neuzugängen auf dem Döchtbühl Namen gegeben. Und so piepen und picken, scharren und hüpfen nun Frida, Lady Gaga, Phönix, Henrietta und Cookie in ihrem Domizil in der Aula in einem kleinen Stall herum und freuen sich am Leben. Und den zahlreichen Besucher geht es ebenso.
Nach den Pfingstferien werden sie zum ersten Mal draußen die Döchtbühlwiese betreten. Und damit sie nicht verloren gehen oder sie der Fuchs holt, hatten einige Kollegen mit Unterstützung des neuen Hausmeisters Nico Neigum eine Voliere gebaut, so dass die Küken ihren Auslauf bekommen und wirklich freilaufende glückliche Hühner sein können.
Geplant ist die Aktion zunächst bis zu den Sommerferien, danach wird sich zeigen, ob die Hühner weiterhin auf dem Döchtbühl heimisch bleiben werden oder in einen anderen Stall umziehen.
Text: Stefan Betz
Fotos: privat

Huhn Lady Gaga

