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Haisterkirch - Wollen Seuchen zu uns schleichen, bitte, dass sie von uns weichen. Scheuche ungesunde Luft, schließ des jähen Todes Gruft...

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Mitchristen in der Seelsorgeeinheit, liebe Wallfahrer, Als obige Strophe im letzten Jahr beim St. Sebastian-Fest gesungen wurde, konnte man nicht ahnen, dass wir heute mitten in einer weltweiten Corona-Pandemie stehen. Eine Strophe – aktueller denn je. Und der Hl. Sebastian als Seuchenheiliger – gefragter denn je! Was sich eben auch immer wieder daran zeigt, wie zahlreich frequentiert die Sebastianskapelle in den letzten Wochen und Monaten gewesen ist.

Das Sebastiansfest 2021 steht deshalb ganz im und unter dem Vorzeichen der Pandemie. Und vieles, was sich über Jahrzehnte als gute Tradition herausgebildet hat, kann dieses Jahr so nicht stattfinden, bzw. muss eine Veränderung erfahren.

Das betrifft den Festgottesdienst und die anschließende gemeinsame Prozession zur Sebastianskapelle. Der Kirchengemeinderat Haisterkirch verzichtet auf eine solche große gemeinsame Aktion und lädt zu kleineren und kürzeren Veranstaltungen ein. Am Bastiane-Tag selber steht die Pfarrkirche den ganzen Tag über zum Gebet offen. Um 9.00 Uhr (als Morgenlob), um 12.00 Uhr (als Mittagsgebet) und um 15.00 Uhr (besonders für die Kommunionkinder und ihre Familien) gibt es gemeinsame Gebetszeiten, die mit viel Musik gestaltet werden und ca. 20 Minuten dauern.

Das Hygienekonzept für die Pfarrkirche sorgt für den notwendigen Corona-Schutz. Die Teilnahmeerfassung für diese Gebetszeiten erfolgt vor Ort.
Für den Festgottesdienst, der abends um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche gefeiert werden soll, ist eine Anmeldung notwendig. Es gelten die üblichen Anmeldezeiten am Freitagnachmittag und am Samstagmorgen unter der Telefonnummer: 404115

Ein Gebet in der Sebastianskapelle selber ist an dem Tag nicht möglich. Wie an einem normalen Wallfahrtstag wird auch heuer die Sebastiansfigur vor der Kapelle aufgebaut. Auch die Kerzenständer werden nach außen verlagert, so dass die Verehrung des Schutzpatrons gegen Pest und Seuchen im Freien ermöglicht wird. Die Wallfahrer und Pilger, die tagsüber ihre Schritte zur Sebastianskapelle lenken, mögen in Eigenverantwortung die Corona-Bestimmungen einhalten.

Auch ein gemeinsames Mittagessen bzw. Kaffee-Trinken kann es dieses Jahr nicht geben. Trotzdem soll auf die beliebte Gulasch-Suppe nicht verzichtet werden. „Chefkoch“ Herbert Eisele war bereits im Vorfeld rührig und so können Wallfahrer und Pilger eine Gulaschsuppe in Dosen erwerben (gegen eine Spende), um sie zu Hause zu genießen. Dosen und Spendekassen finden sich im Vorzeichen der Kirche, im Torbogen des Klosterhofes und bei der Sebastianskapelle.

Der Bastiane-Tag erfährt einen spirituellen Rahmen durch zwei sonntägliche musikalische Abendgebete. Am 17. Januar und am 24. Januar gestalten Diakon David Bösl und Pastoralassistent Andreas Hund zusammen mit den Musikern Johannes Tress, Verena Westhäußer, Dietlind Zigelli, Stefan Werner und Nicola Natter diese meditativen Gottesdienste, die ca. 40 Minuten dauern.
Und mit folgendem Gebet laden wir alle ein, mitzubeten. Auch diejenigen, die eben aus Sorge vor Corona dieses Jahr lieber zu Hause bleiben wollen. Möge unser Schutzpatron, der Hl. Sebastian uns in diesen schwierigen Seiten beistehen und Heil und Segen bei Gott erflehen.

Gebet: Guter Gott,
sei bei uns in unserer Zeit. Sei bei allen, die am Virus erkrankt sind. Stärke alle, die bei der Versorgung der Kranken an ihre Grenzen kommen. Tröste alle, die einen lieben Menschen verloren haben. Bleib bei uns.

 

Kirchengemeinderat Haisterkirch, Archivbild (2017) Rudi Martin

 

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halloRV

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