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Reute - Weil wegen staatlicher Vorgaben in diesem Jahr kein gemeinsamer Gräberbesuch erlaubt ist, gedachte die Katholische Kirchengemeinde Reute-Gaisbeuren am Morgen des Allerheiligentags schon der Toten auf dem Friedhof.

In der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul, Reute feierte Pfarrer Thomas Bucher einen festlichen Gottesdienst. Ein Ensemble des Kirchenchors unter der Leitung von Chorleiterin und Organistin Bernadette Behr verlieh mit ausgewähltem Liedgut dem Allerheiligenfest seinen besonderen Glanz. Martina Maucher (Alt) übernahm dabei den Solopart.

In seiner Predigt stellte Pfarrer Bucher Carlo Acutis als einen modernen Seligen unserer Zeit vor. Im jungen Alter von fünfzehn Jahren starb er nur drei Tage nach seiner Diagnose Leukämie im italienischen Monza. Als informatik-begeisterter Jugendlicher war er tiefreligiös. Er besuchte jeden Tag die heilige Messe, betete gerne den Rosenkranz. Die Eucharistie nahm in seinem Leben einen besonderen Platz ein.

Er bezeichnete sie als „Autobahn zum Himmel“. Daneben setzte er sich vorallem auch für Flüchtlinge und Obdachlose ein. Er wird bereits jetzt schon als „Influencer Gottes“ bezeichnet. Papst Franziskus hat Carlo Acutis vor einem Monat selig gesprochen. „Er steht somit auf der gleichen Ebene wie unsere selige Gute Beth von Reute“, so anerkennend Thomas Bucher. „Heilige und Selige sind eben Menschen wie wir, mit Fleisch und Blut“.

Den Verstorbenen der Kirchengemeinde wurde in den Fürbitten gedacht. „Behalten wir unsere vorausgegangenen Toten in guter Erinnerung. Durch ein Gebet und einen liebevollen Grabschmuck halten wir die Erinnerung stets lebendig“, so der Pfarrer. Am Allerseelentag gilt im abendlichen Gottesdienst das persönliche Gedenken aller Verstorbenen der Gemeinde des letzten Jahres.

 

Bericht und Bilder Rudi Heilig

 

 

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