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Bad Waldsee - Auf dem New Course des Fürstlichen Golfclubs Oberschwaben finden dieses Wochenende die Deutschen Meisterschaften AK 18 Mädchen und Jungen statt. In drei Runden müssen die jungen Leute zeigen, was in ihnen steckt und den Meister ausmachen.

Golf wird ja oft als Sport für alte Leute belächelt. „Die fahren da mit einem Elektro-Wägelchen über die Wiese, suchen die kleinen weißen Bälle, hauen dann mit einem Schläger drauf und hoffen, irgendwann das Loch, in dem eine Fahne steckt, damit man es überhaupt findet, zu treffen“. So weit die Vorurteile.

Die Mädchen und Jungen, die dieses Wochenende in Bad Waldsee am Start sind, trainieren bis zu 30 Stunden pro Woche für ihren Sport. Technik, Fitness und Konzentration. Erst wenn alle Faktoren in ausgewogenem Verhältnis stehen, kann man im Golf herausragende Ergebnisse erzielen.

Und diese Jungs und Mädchen spielen wirklich herausragendes Golf. Der Top-Favorit der Jungen wird mit einem Handicap von + 4,5 bewertet.

Das Handicap-System im Golfsport erlaubt es Spielern unterschiedlicher Spielstärken gegeneinander anzutreten. Jetzt ein Ausflug in die Theorie. Ein Profi sollte den New Course in Bad Waldsee mit 72 Schlägen bewältigen. Ein Spieler wie der Verfasser dieser Zeilen hat ein Handicap von – 21. Das bedeutet, er darf 21 Schläge mehr als ein Profi haben. Ein Handicap von + 4,5 dagegen bedeutet, dass der Junge den New Course mit einem Ergebnis von 67,5 Schlägen spielen sollte. Also hier sind wir in den Regionen eines Bernhard Langer, dem bekanntesten deutschen Golfprofi.

Natürlich ist man im Fürstlichen Golfressort stolz darauf, eine so hochkarätige Veranstaltung durchzuführen. Alle Beteiligten, vor allem die Greenkeeper Mannschaft, haben ihr Bestes gegeben, um den New Course in einen meisterschaftswürdigen Pflegezustand zu versetzen.

Die Ergebnisse der esten Runde sprechen für sich:

Bei den Jungen führt Thomas Schmidt vom GC Bergisch Land mit 67 Schlägen, also 5 weniger als der Platzstandard, bei den Mädchen Sophie Witt vom GC Hubbelrath mit einer Runde von 68 Schlägen, also 4 unter Platzstandard.

Lassen wir uns überraschen, was die nächsten beiden Tage bringen. Das Wetter soll den Golfern ja gewogen sein.

 

Text und Bild: Erwin Linder

 

 

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halloRV

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