Bad Waldsee - Am vergangenen Wochenende fand das dritte „Umanand aufm Land“ statt. Hunderte Radler folgten der ausgeschilderten Strecke und hatten Spaß.
Schönster Sonnenschein, blitzeblauer Himmel ohne ein Wölkchen, fast zu heiß für eine 38 Kilomter lange Radtour. So war das Wetter am Wochenende. Besser hätten es sich die Macher um Markus Leser, Ernst Fesseler und Hans „Schwinger“ Ehinger nicht wünschen können.
Ein kurzer Rückblick. Vor drei Jahren standen die beiden Fotografen Markus Leser und Ernst Fesseler coronabedingt mit leeren Händen da. Wie bei so vielen Kunst- und Kulturschaffenden weit und breit kein Auftrag in Sicht. Dann hörten die beiden von der Förderung kultureller Events. Sie stellten einen Förderantrag, bekamen ihn genehmigt und riefen das erste „Umanand“ ins Leben.
Zur dritten Auflage in diesem Jahr gab es eine ganz wichtige Änderung: Die Strecke wurde auf an einem Tag machbare 38 Kilometer verkürzt.
An zwei Tagen, Samstag und Sonntag, 9. und 10. September, konnten sich die Radler in Bad Waldsee, Haisterkirch, Bergatreute, Gaisbeuren und Reute oder irgendwo dazwischen in die Route einklinken.
Ganz kommod war’s mit kommoot: Über einen QR-Code konnte man direkt auf die vom Waldseer Radsportler Gerhard Bochtler gefahrene Strecke in kommoot zugreifen. Egal, ob man sich an den wichtigen Wegpunkten oder von unterwegs in die Strecke einklinkte, mit der Karte auf dem Handy und der perfekten Ausschilderung konnte sich keiner mehr verfahren.
Die Strecke war gut gewählt. Die Tour ging abseits viel befahrener Straßen, so dass die Radler recht sicher ihrer Tour folgen und die Attraktionen bewundern konnten.
An 29 Stationen wurde den Radlern an zwei Tagen jede Menge Kultur geboten. Vom Dudelsack-Spieler bis zur Akrobatik, von der Volksmusik bis zur Bildhauerei, vom Malen bis zur Fotografie.
Bekannte Künstler aus Bad Waldsee waren am Start, daneben „alte Bekannte“ aus den letzten beiden „Umanand“ sowie noch nie in Waldsee und Umgebung gesehene Künstler und Artisten. Ein buntes und vielfältiges Programm.
Die sommerlichen Temperaturen verlangten den Künstlern ein gutes Steh- und Durchhaltevermögen ab. Für die Radler gab es auf der Strecke viele Einkehr- und Erfrischungsmöglichkeiten.
Einsame Radler traf man selten. Viele Familien und Gruppen hatten sich zusammen aufgemacht, um auf dem Rad einen erlebnisreichen Nachmittag zu genießen. Alle Kommentare lobten die tolle Idee und die gute Organisation und freuten sich schon auf die vierte Auflage im nächsten Jahr.
Zur Unterstützung der Künstler verkauften die Organisatoren Bändchen für drei Euro das Stück. Ganz liebevoll „Spendchen“ getauft.
Text / Foto: Erwin Linder

Die Zuhörer suchten Schatten bei den Musical-Melodien in Dinnenried

Kleine Bildhauer durften sich in Gaisbeuren versuchen

Mit sicheren Strichen skizziert Heidrun Becker

Quiz um Bad Waldsee mit Barny Bitterwolf

Wie kommt der Morgenstern auf den Gaisbeurer Kirchturm?

Frische Kässpätzle in der Steinacher Dorfstraße fanden hungrige Abnehmer.

