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Haisterkirch - Etwa 100 gläubige Menschen, darunter viele Familien, kamen am Samstagabend (15. August) nicht wie gewohnt an diesem kirchlichen Feiertag in die Pfarrkirch St. Johannes Baptist sondern ins Areal des Klosterhofes.

Sie feierten dort an diesem herrlichen Sommerabend gemeinsam mit Pfarrer i. R. Josef Mattes eine hl. Messse. Der Priester erinnerte gleich zu Beginn der Eucharistiefeier daran, dass an diesem Tag das Hochfest „Mariä Aufnahme in den Himmel“ weltweit in der katholischen Kirche gefeiert wird. Ursprünglich war dieses Hochfest, das landläufig „Mariä Himmelfahrt“ bezeichnet wird, auch in unserem Bundesland ein staatlich geschützter Feiertag, wie dies heute noch in Bayern, im Saarland, in Österreich geregelt ist.

Auch für andere christliche Religionsgemeinschaften, vorwiegend in den orthodoxen Kirchen, hat dieser Feiertag ganz hohen Stellenwert. In seiner Predigt ging Pfarrer Mattes auf die Bedeutung dieses „Hochfestes“ ein und auch auf das wiederentdeckte Brauchtum mit der Segnung von Kräuterbüscheln. Er freute sich darüber, dass gerade hier in Haisterkirch dieser Brauch traditionsgemäß bestens gepflegt wird.

Vor dem im Freien aufgestellten Altar hatten Gläubige etliche Sträuße abgelegt. Zudem hatten engagierte Frauen des Gartenbauvereins zuhause etwa 100 bunte, kleine Kräuterbüschel zusammengebunden und in mehreren Körbern ebenfalls vor dem Altar platziert. Nach der Segnung der Büschel durften die Gottesdienstbesucher diese aus den Körbern entnehmen und als geweihtes Mitbringsel ins eigene Heim bringen. Bekanntlich sollen diese geweihten Kräuterbuschen, wie sie in Bayern heißen, den Segen Gottes auch in die Häuser bringen.

 

Bericht und Bilder Rudi Martin

 

18Korb mit Kräuterbüscheln

 

 

18Körbe vor Altar

 

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halloRV

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