Bad Waldsee - Am Dienstag nach Ostern wird in Bad Waldsee traditionell der erste Krämermarkt abgehalten. So auch gestern, am 11. April 2023
Dienstagmorgen, sieben Uhr. Das Wetter war ungemütlich, windig und regnerisch. Ich war unterwegs zum Bäcker, um mich mit frischen Seelen zum Frühstück einzudecken, die ich dann zuhause im gemütlichen Wintergarten verzehren wollte.
Auf dem Rathausplatz die erste Engstelle. Links die Hamma Café -Tische, in der Mitte ein Lieferwagen, rechts das Zeltgestänge von Mohammed Illias.
Er fuhr um 5.30 in Günzburg los und baute seit 6.30 vor dem Hirschen seinen Stand auf. Sein Angebot: Kleider.
Ich schlängelte mich durch den Engpass. Direkt vor dem Rathaus Erika Fauler mit ihrem Stand. Sie reiste morgens um fünf Uhr von Burladingen an. Kinder- und Puppenkleidchen hatte sie im Angebot.
Beim Bäcker traf ich neben den „Üblichen Verdächtigen“ auch fremde Gesichter, die sich mit einem Kaffee und belegtem Gebäck auf den Tag vorbereiteten. Auch nicht die schlechteste Art, sich auf einen langen Tag hinterm oder vor dem Krämerstand vorzubereiten.
Bis zur Hochstatt nur noch vereinzelte Marktstände. War denn auch Gemüsemarkt? Auch hier das Angebot sehr ausgedünnt. Nur, wer eigenes Obst und Gemüse anzubieten hatte, war gestern auf dem Markt. Die Händler hatten es vor Ostern schon angekündigt: Wir können keine frische Ware einkaufen, und sind deshalb am Dienstag nicht auf dem Markt.
Am Ravensburger Torplatz noch ein Stand mit Klamotten und einer mit Lederwaren. In der Hauptstraße Süßigkeiten, nochmals Kleider, Schmuck, noch ein Süßwarenstand Richtung Rathaus und am Rathausbrunnen der Imbisswagen.
Sehr überschaubar das Angebot
Zum Marktschluss gegen 17.00 Uhr nochmals eine Runde. Wie war denn das Geschäft? Am Imbiss-Stand zeigte man sich zufrieden mit dem Geschäft. „Es ist ja nicht so ein großer Markt, aber dafür war’s ok“. Mohammed Illias mit seinen Kleidergeschäft meinte „Heute war nicht viel los“. Erika Fauler mit ihren Puppen- und Kinderkleidchen war zufrieden. „Heute morgen hängte der Osterhase ein bisschen die Ohren, am Nachmittag stellte er die Löffel auf und das Geschäft hat sich ein bisschen gefangen“, meiner Herr Maxa aus Oberdischingen an seinem Stand mit glänzendem Schmuck.
Als Lohn der Mühe gönnte ich mir noch eine „Resche Rote Curry“
Erwin Linder

Mohamed Illias an seinem Kleiderstand

Kindermützchen von Erika Fauler

Markthändler Maxa mit „glänzendem Angebot“

Zum Abschluss eine „Resche Rote Curry“

