Michelwinnaden - Die Wettervorhersage war nicht prickelnd. Ein kalter Wind wehte, als sich am Samstag, den 25.02.2023 um 09:00 Uhr die 23 Mitglieder des Aufbauteams der Ortschaftsverwaltung und der Oldtimerfreunde Michelwinnaden auf der Wiese hinter dem Anwesen von Edmund Gresser getroffen haben.
Dort fanden sie bereits eine große Menge an angesammeltem Reisig vor. Die Einwohner von Michelwinnaden und Umgebung haben dort schon reichlich Material für den Funken abgeliefert.
Mit 5 Traktoren und Kipper Anhängern sowie zwei mobilen Greifbaggern wurde von den Oldtimerfreunden weiteres Reisig aus Baum- und Heckenschnitten bei den Einwohnern von Michelwinnaden und Umgebung abgeholt.
Dennis Hepp, Jochen Oberhofer und Stefan Storrer schichteten das angelieferte Reisig, das von Hubert Schmid und Andreas Jekal mit ihren Teleskopladern nach oben gereicht wurde, konusförmig bis auf die endgültige Höhe von ca. 10 m auf.
Zur Mittagspause hat Marion Hepp für das das gesamte Aufbauteam Gyros und Ofensuppe mit Reis und Nudeln gekocht und zu einem schmackhaften Mittagessen eingeladen.
Der „Funkenbaumeister“ Alex Boos, konnte am späten Nachmittag gegen 16:00 Uhr vermelden, dass der Funken fertig aufgeschichtet war und alles eingesammelte Material vollständig im Funken verbaut worden ist. Bei Kaffee und Kuchen, gebacken von Sylvia Riedle und Carmen Schuhmacher, gönnten sich die Funkenbauer eine Pause. Ab 18:00 Uhr kamen die ersten Besucher in gespannter Erwartung auf das Entzünden des Funkenfeuers.
Marion und Kristina Hepp sorgten derweil bereits am Verpflegungsstand der Oldtimerfreunde Michelwinnaden mit kalten und warmen Getränken, mit Saitenwürsten und Wecken für eine stärkende Bewirtung der Besucher.
Der stellvertretende Ortsvorsteher Markus Sigg und der Vorsitzende der Oldtimerfreunde Michelwinnaden Edmund Gresser schätzten die Gesamtzahl der Besucher auf ca. 120 Personen, die sich erstmals wieder ohne Corona-Auflagen auf dem Gelände um den Funken versammelt hatten. Beide bedankten sich beim Aufbauteam für dessen ehrenamtliches Engagement beim Aufbau und dem Abbrennen des Funkenfeuers als kulturellem Beitrag zum Erhalt des örtlichen Brauchtums und dem Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft.
Markus Sigg und die Funkenbauer Edmund Gresser, Paul Hepp jr., Julian Hepp, Stefan Storrer und Sebastian Storrer entzündeten um 18:20 Uhr das Funkenfeuer. Rasch stand der ganze Funken hell erleuchtet in Flammen. Das lodernde Feuer und die senkrecht aufsteigende Rauchsäule mit glühendem Funkenflug sorgten für eine mystische Stimmung und strahlten ihre Wärme auf die Besucher und in den Nachthimmel ab.
Mit dem lodernden Funkenfeuer wurde versucht den Winter auszutreiben, der kam jedoch am Sonntag noch einmal mit Schneefall und Kälte zurück. Ein schönes Frühjahr und ein fruchtbarer Sommer werden sehnsuchtsvoll erwartet.
Text und Bilder: Reiner Priebe
Bild: Der Funken ist fertig errichtet
Bild: Der brennende Funken

