Reute-Gaisbeuren - Die die Schnurrertage sind angebrochen. Begleitet von der Schnurrermusik zieht die älteste Gruppe der Narrengilde, das Zigeunervolk, vom heutigen Donnerstag, 16. Februar, bis Samstag, 18. Februar, durch die Teilgemeinde Reute-Gaisbeuren samt deren Teilorte. Damit lebt nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause die langjährige Tradition des Schnurrens wieder auf.
Am Gumpigen Donnerstag besucht eine bunte Narrenschar zunächst die Kindergärten und befreit im Anschluss daran die Schüler der Durlesbachschule vom Unterricht. Nachmittags besucht das Zigeunervölkle dann die Ortschaften Gaisbeuren, Arisheim, Ankenreute, Dinnenried, Atzenreute und Enzisreute.
Am Russligen Freitag geht die Tour über den Spätenhof, Greut, Möllenbronn, Tannweiler nach Magenhaus. Nachmittags beteiligt sich das Zigeunervolk mit der Schnurrermusik am Umug in Gaisbeuren. Danach steht Kümmerazhofen auf dem Plan. Neu ist seit einigen Jahren, dass bereits am Freitag einige Schnurrerpärchen auf dem Mühlbergring in Reute unterwegs sind. Am Fasnetsamstag ziehen die Zigeunerpaare, Schnurrermusik und Scherenschleifer dann durch Reute.
Mit diesem langjährigen Brauchtum möchte die Narrengilde die Fasnet in die Häuser der Gemeinde bringen. Mit Musik und Gesang, alten und neuen Narrensprüchen verbreitet das Zigeunervolk Frohsinn und Freude. Die dabei gesammelten Spenden kommen den Kindergärten, Schulen sowie der Kinderfasnet zu Gute. Die Tradition des „Schnurrens“ besteht inzwischen immerhin seit mehr als 70 Jahren.
Die Vorfreude der Schnurrer und Musiker auf dieses Stück langjähriger, lebendiger Dorffasnet ist nach zwei Jahren Pause riesengroß.
Bericht und Bild: Peter Knörle

