Bad Waldsee - Die Eröffnung der Ausstellung des Malers Hartmut Hahn zog erstaunlich viele Personen in die Kleine Galerie im Haus am Stadtsee. Die Stühle im kleinen Saal im Obergeschoss reichten nicht aus, als Axel F. Otterbach, der Galerie-Leiter, die Besucher begrüßte und den wegen einer Autopanne nicht angereisten Laudator Thomas Warndorf vertreten musste.
Die Ölgemälde Hartmut Hahns sind wohltuend ruhig. Sie laden ein zum kontemplativen Betrachten, zum Sich-Versenken in Wolken-Welten und Hütten in einer leeren Schneelandschaft. Man verfolgt Fußgänger auf ihren Wegen mit dem Kopfkino nach dem Woher und Wohin.
Auf seiner Website findet man den Text „Helmut Hahns Gemälde sind nicht überbordend, nicht vollgepackt mit Motiven, sie blinken und schreien nicht. Vielmehr kommen sie ganz zurückhaltend und reduziert daher“. Das beschreibt den Eindruck, den man in der Ausstellung gewinnt, sehr treffend.
Wie in der Ausstellung von Zlomka mischen sich auch in den Bildern von Hahn Malerei und Fotografie. Erzielte Zlomka durch den bewussten Einsatz von Unschärfe in der Fotografie bei einigen seiner Bilder den Eindruck der Malerei, so nutzt Hahn die Fotografie als Vorlage für manche seiner Ölgemälde.
Der Künstler
Hartmut Hahn kam 1971 in Biberach zur Welt. Er absolvierte eine Ausbildung zum Druckvorlagenhersteller Fachrichtung Reproretusche in Stuttgart. Von 1995 bis 2000 schloss er ein Medienkunststudium in der Fachklasse für Videokunst bei Prof. Bühler an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig an, das er als Diplom-Medienkünstler abschloss. Von 2000 bis 2003 folgte ein Meisterschülerstudium bei Prof. Jansong an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig mit Meisterschüler-Diplom. Seit 2004 arbeitet Hahn als freischaffender Künstler. 2009 Gründung des temporären Kunstraumes „Brunnen 187" Berlin, 2011 Mitbegründer der Ateliergemeinschaft XTRO Ateliers in Berlin-Oberschöneweide, 2016 Gründung des temporären Kunstraumes „The Cathedral" Biberach, seit 2017 regelmäßige Tätigkeiten als Dozent. Hartmut Hahn lebt und arbeitet in Berlin und Biberach.
Nur bis 5. Februar
Die Ausstellung ist nur vier Wochen, bis zum 5. Februar, zu sehen, da anschließend das Haus am Stadtsee für diverse Fasnets-Veranstaltungen genutzt wird.
Täglich geöffnet von 10.00 bis 19.00 Uhr.
Text: Erwin Linder / Fotos: Eva Heusohn-Linder


Blick in den Kunstraum.

Gut besucht war die Vernissage der Hahn-Ausstellung im Haus am Stadtsee.


