Haiserkirch - In großer Zahl strömten Gottesdienstbesucher am 2.Weihnachtsfeiertag - auch als Stefanstag bekannt - in die Haisterkircher Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Vor allem Gläubige aus der gesamten Seelsorgeeinheit waren gekommen, denn es hatte sich herumgesprochen, dass die Eucharistiefeier besonders festlich gestaltet wird.
Pfarrer Stefan Werner hatte sich darum bemüht, dass auch in Haisterkirch an Weihnachten ein musikalisch herausragender Gottesdienst angeboten werden konnte. Ihm gelang es, den 17-jährigen Leo Straßner, ein junger Vollblutmusiker, für ein mutiges Projekt als Chorleiter zu begeistern.
In insgesamt sieben Proben mit dreißig Sängerinnen und Sängern aus der gesamten Seelsorgeinheit (Mitglieder des Chors Reutissimo, des Kirchenchors Haisterkirch, des Männerchors Haisterkirch und sogar eines Sängers aus Bad Schussenried) gelang es Leo, die Sangesschar zu einer sangesstarken Gruppe zu schmieden.
Ausgewählt worden war eine lateinisch gesungene Messe, die sich „Messe nach Weihnachtsliedern“ nennt und von Kirchenmusikdirektor Matthias Wolf verfasst worden ist.
Mit bekannten Weihnachtsmelodien ist es dem Komponisten auf vorzügliche Weise gelungen, eine Messvertonung der lateinischen Texte so richtig weihnachtlich, festlich berührend zu gestalten. Die musikalische Umsetzung gelang der Chorgemeinschaft unter Leitung ihres Dirigenten Leo Straßner ganz vorzüglich, wie auch der Organistin Verena Westhäußer, die an der Orgel meisterlich begleitete. Dass dieses musikalische, einmalige Vorhaben voll gelungen ist, wurde durch den riesigen, dankbaren Beifall am Ende der „Festmesse“, die von Pater Hubert Vogel zelebriert worden ist, nachaltig bestätigt.
Sonderapplaus gab es dann noch für den Projektsänger Stefan Werner, als ihm der Amtsbruder und Zelebrant Pater Vogel Namenstagsgrüße hinauf auf die Empore sandte.
Das Musikerduo Leo und Verena setzten sich zum gemeinsam gesungenen Schlusslied „O, du fröhliche, o du selige“ an die Orgel, um vierhändig dem Jubelgesang die perfekte Klangfülle zu schenken
Text/ Fotos: Rudi Martin




