Haisterkirch - Der Zustrom zur Krippenfeier am Heiligen Abend in der Haisterkircher Pfarrkirche ist stets ausgesprochen groß und erreichte jetzt an Weihnachten 2022 wieder einen Rekordzuspruch wie vor der Corona-Pandemie.
Schon bevor das Glockengeläute zur Feier verklungen war, waren die Sitzplätze in der Kirche voll belegt und auch auf der Empore fanden sich zahlreiche Kirchenbesucher ein. Vor allem viele junge Familien aus dem ganzen Nahbereich waren gekommen, um dem Wortgottesdienst und dem Krippenspiel beizuwohnen.
Andreas Hund, Pastoralassistent der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee, hatte es gut verstanden, die Bedeutung des Weihnachtsevangeliums aufschlussreich zu deuten und zu erklären. Als eine gute, hoffnungsbringende Nachricht wertete er die Geburt Jesu vor über 2000 Jahren. Dieses Ereignis präge nach wie vor auch uns Menschen der Jetztzeit, eine Zeit , die von Krieg, Hunger und Not weltweit geprägt ist.
Das damalige Geschehnis zeichneten die Kommunionkinder anschaulich nach. Die Kinder waren von den zwei Ehrenberger Mütter Nadine Konrad und Miriam Ziegler perfekt vorbereitet worden.
Zur Einstimmung auf die Feier blieb der Altarraum noch unbeleuchtet. Eine Lampe beleuchtete den noch leeren Stall, der im Altarraum aufgebaut worden war. An der Orgel intonierte Verena Westhäußer auf ihre gewohnt gekonnte Weise zuerst adventliches Liedgut, dann die bekannten Weihnachtslieder bis hin zum inbrünstig mitgesungenen Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht".
Die Erstkommunionkinder fühlten sich selbstsicher und spielten ihre Rollen überzeugend als Boten, Sprecher, Engel, Hirten, Herbergsvermittler und als Maria und Josef. Als dann der Altarraum hell erleuchtet worden war und die Christbaumlichter erstrahlten, wurden durch die Kinder die bekannten Szenen, wie diese im Lukas-Evangelium aufgeschrieben worden sind, freudvoll vorgeführt.
Andreas Hund erbat am Schluß der Feier den Segen Gottes für all die Gekommenen und alle Menschen auf dieser Erde. Viele müssen, wie schon erwähnt, in diesen Tagen Kriege, Terror, Elend und Not durchleiden.
Nachdem sich Andreas Hund bei den Kommunionkindern, bei all den Helferinnen und Helfern, bei den beiden Ehrensbergerinnen, bei der Organistin und all den Mitgestaltern bedankt hatte, gab es prasselnden Applaus im Gotteshaus. Sein Dank galt auch den Kindern, die schon jetzt ihr Sternsingerkässchen (Opfer für arme Kinder) mitgebracht hatten und den Erwachsenen , die mit einer Geldspende ihre Solidarität für Menschen in Not bekundeten.
Fotos und Text: Rudi Martin

