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Reute-Gaisbeuren - Zu einem besinnlichen und kurzweiligen Konzert mit Liedern zum Advent lud  die Solidarische Gemeinde Reute-Gaisbeuren e.V. am Samstag vor dem  dritten Adventssonntag an einen ungewöhnlichen Ort ein: in die  Aussegnungshalle des Friedhofs Reute. Für alle hier ein Novum.

 

Bei winterlicher Kälte und Schneefall folgten dieser Einladung etwa 50 Personen auf den festlich und stimmungsvoll mit vielen Kerzen und Lichtern beleuchteten  Friedhof. Und weil es für Reute ein Novum war, sagte der Vorsitzende der Solidarischen Gemeinde, Dr. Konstantin Eisele, bei seiner Begrüßung der  zahlreich Anwesenden: „Verwunderung und Skepsis erlebte ich die letzten  Wochen auch in meinem Freundeskreis. Es kam öfter der Satz, ,der Friedhof ist doch ein Ort der Trauer und des Abschiednehmens.

Jedoch bei unseren Bürgergesprächen wurde immer wieder der Wunsch nach Begegnungsräumen laut, auch unsere schöne Aussegnungshalle kann dazu dienlich sein.“ Für die  Solidarische Gemeinde soll dieses Adventskonzert der Auftakt zu weiteren  Begegnungsmöglichkeiten auf dem schönen Friedhof in Reute sein.

Anneliese Bodemar, seit einiger Zeit Mitglied im Vorstand der Solidarischen  Gemeinde und Initiatorin dieses Adventskonzerts auf dem Friedhof, begrüßte  die Besucher herzlich. Und sie verwies darauf, dass für die evangelische Kirche
Pfarrerin Oehme im Vorstand vertreten ist und für die katholische Gemeinde Pfarrer Werner. Leider konnte Frau Pfarrerin Oehme nicht persönlich bei dem Konzert dabei sein, Pfarrer Werner war Mitglied im Ensemble des Kirchenchors.

Beide finden es einen guten Gedanken, den Friedhof als Ort der Begegnung zu verstehen .In diesem Sinne wünschten beide den Anwesenden ein gesegnetes Beisammensein, gute Gespräche und Freude.

Ein Ensemble des Kirchenchors St. Peter und Paul unter der Leitung von Bernadette Behr eröffnete das Konzert mit „Der Mond ist aufgegangen“ und  „Leise kommt ein Lied gegangen“. Sprechrollen übernahmen Pfarrer Stefan Werner,  Josef und Ottmar Schmid.

Vor der Halbzeitpause las Pfarrer Werner aus einem Buch einige Passagen vor zu  einem schönen Leben und gab den Anwesenden die Frage mit auf den Weg, wie jeder diese Frage nach einem schönen Leben beantworten würde. Für die Pause standen in einem kleinen Vorzelt heiße Getränke bereit und leckeres Weihnachtsgebäck. Angeregte fröhliche Unterhaltung war zu vernehmen.

Nach der Pause begleitete Bernadette Behr am E-Piano das Ensemble bei „Geborn wird uns Immanuel!“ und beim Kanon „Ave Maria“. Gemeinsam mit den Gästen wurde „Maria durch den Dornwald ging“ und „Tochter Zion“ gesungen.

Nach dem Schlusslied „Du lässt den Tag O Gott nun enden“ forderte mächtiger
Beifall zu einer Zugabe heraus.

Ortsvorsteher und stellvertretender Vorsitzender der Solidarischen Gemeinde  Achim Strobel beschloss die einstündige Adventsfeier mit den Worten: „Zusammen freuen wir uns nun auf Weihnachten, das große Fest der Liebe“. Er bedankte sich bei dem Ensemble mit Bernadette Behr und Simone Halder für die Vorbereitung und das wunderbare Adventskonzert. Und auch er wünscht sich, dass der Friedhof mit der Aussegnungshalle künftig als ein besonderer Ort der Begegnung  angenommen wird.

Gerne legten die Teilnehmer Geld in das Spendenkörbchen. Die Veranstalter, die Solidarische Gemeinde und das Ensemble des Kirchenchors St. Peter und Paul, können somit stolze 300 Euro der Aktion „Drachenkinder“ von Radio 7 zukommen lassen. „Eine unglaublich schöne Feier“, sehr berührt sagten dies einige begeisterte Konzertbesucher.

 

Bericht Anneliese Bodemar Bilder Rudi Heilg

 

 

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halloRV

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