Reute-Gaisbeuren - Nach zweijähriger Pandemie-Pause war es am Samstag wieder soweit, die Solidarische Gemeinde Reute-Gaisbeuren hatte alle Personen der sozial-karitativen Einrichtungen vor Ort zu einem Ehrenamtsfest eingeladen.
Gekommen waren auch sehr viele ehrenamtlich und bürgerschaftlich engagierte Frauen und Männer, der Saal im Katholischen Gemeindehaus war mit über 100 Gästen voll belegt. Mit einem herzlichen „Grüezi“ begrüßte Vorsitzender Konstantin Eisele die Anwesenden.
Unter den Gästen befanden sich auch Pfarrer Stefan Werner, Schwester Rebecca vom Kloster Reute und Ortsvorsteher Achim Strobel. Das freundliche „Grüezi“ gehörte zum Motto des Nachmittags: „Schweiz á la carte“.
„Die Solidarische Gemeinde ist ob der vielen Aktivitäten als ‚Leuchtturmobjekt‘ im ganzen Land bekannt, ohne unsere Einrichtung wäre unsere große Ortschaft ein schönes Stück ärmer“, mit berechtigtem Stolz stellte Konstantin Eisele diese Aussage in den Fokus. „Es sei auch wissenschaftlich erwiesen, dass ehrenamtlich engagierte Bürger eine längere Lebenserwartung besitzen“ so weiter der Vorsitzende. Und: „Ehrenamt sei unbezahlbar, aber nicht umsonst zu haben.
Es brauche gute Rahmenbedingungen und professionelle Begleitung. Ansonsten seien die Herausforderungen der Gegenwart und nahen Zukunft nicht zu meistern“. Der Singkreis der Solidarischen Gemeinde eröffnete mit fröhlichem und bekanntem Liedgut unter der Leitung von Brigitte Feidl die Feier, ehe Kaffee und Kuchen angeboten wurde.
Höchste Aufmerksamkeit erzielte Dietmar Hermanutz mit seinem Bildvortrag: „Mit dem Fahrrad durch die Schweiz“. Dabei stellte er die verschiedenen Regionen unseres Nachbarlandes vor. Daraus durften die Besucher per Zuruf vier besonders schöne Routen auswählen, es waren somit die Regionen Fribourg mit dem Genfer See, Wallis mit dem Matterhorn und Zermatt, Bern mit Neuchâtel und dem Neuenburger See sowie das Tessin mit dem Lago Maggiore. Dass Hermanutz sich mächtig in die Schweiz verliebt hat und er somit bei seinen Ausführungen immer wieder ins Schwärmen kam, machte seinen Vortrag spannend und lebendig.
Beifallsstürme erntete auch das jüngste Alphorntrio Oberschwabens mit Theresa (14 Jahre) und Jonathan Maucher (16 Jahre) und Francesco Brändle (16 Jahre) mit immer gern gehörten Alphornklängen. Besonderen Dank und Anerkennung ließ Konstantin Eisele Schwester Egfrieda vom Kloster Reute zukommen, über viele Jahre war sie Mitglied im Leitungsteam „Besuchsdienst“. Ebenso Hedwig Allgayer, welche sich vorbildlich viele Jahre in der Nachbarschaftshilfe engagierte. Hohes Lob galt der jetzt zehn Jahre bestehenden Anlaufstelle des Vereins mit Maria Eisele, Waltraud Hoch und Gertrud Reihs.
Nach kurzweiligem Dreistunden-Programm wurde zum ins Motto passenden Vesper geladen: Zum deftigen Bündner-Fleisch und würzigem Appenzeller Käse durften die Gäste neben Valser Wasser und Schweizer Bier auch ausgewählte Weine aus dem Schweizer Anbaugebiet schlürfen. Bewirtet wurden die Gäste vom Vorstandsteam. Mit dem nochmaligen Auftritt des Singkreises klang ein fröhlicher und harmonischer Danke-Nachmittag aus.
Bericht und Bilder Rudi Heilig

