Bad Waldsee - Gelobt sei, was hart macht. Diesem Spruch, Nietzsche-Zitat und Film-Titel, gab Christof Rauhut in der Gemeinderatssitzung am Montag einen neuen Sinn. Thema war das Energiesparkonzept, mit dem die Stadt Bad Waldsee dem befürchteten Gasmangel in den Wintermonaten begegnen will.
Ziel ist es, möglichst viel Heizenergie und Strom zu sparen. Deshalb wird die Stadt zum Beispiel auf Weihnachtsbeleuchtung weitgehend verzichten, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Tage zwischen den Jahren verstärkt ins Home-Office schicken und die Sauna der Waldsee-Therme schließen.
Auf die Komplettschließung der Sporthalle während der Weihnachtsferien kann die Stadt möglicherweise verzichten. Denn spätestens hier kommt besagter Stadtrat Rauhut ins Spiel. Der FW-Rat und Sportchef der Waldseer Turngemeinde in der Sitzung wörtlich: „Die Vereine wären bereit, in Kalthallen zu spielen.“ Und ebenfalls „ok“ findet es Rauhut, wenn die Duschen kalt bleiben.
OB Henne reagierte auf die Einlassungen überrascht, ließ aber durchblicken, dass das „Kalthallen-Modell“ an der Stadt nicht scheitern soll. Der Rathaus-Chef wörtlich: „Wenn Sie die Halle kalt nutzen wollen – bitteschön.“ Michael Kaiser
Energiesparen bei der Weihnachtsbeleuchtung war schon 2010 Thema

Im Jahre 2010 wurde die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt auf sparsame LED-Birnen umgestellt. Im Vergleich mit einer herkömmlichen Glühbirne sank der Verbrauch pro Lichtpunkt auf 10 Prozent. Darüber berichtete das Amtsblatt in seiner Ausgabe vom 25. November 2010. Das Foto stammt von der damaligen Stadtbaumeisterin Andrea Denzel. Unser Archivbild von 2010 zeigt Bernhard Fesseler vom Baubetriebshof; er hält eine alte Glühbine und eine neue LED-Birne in Händen.
rei / RR-Archivbild

