DBSZ DBSZ BadWurzach 1200v01

Michelwinnaden - Die kleinste Ortschaft von Bad Waldsee, stand am Samstag ganz im Zeichen eines außergewöhnlichen Flohmarkts. Die KLJB Michelwinnaden (Katholische Landjugend) hatte zu einem Flohmarkt mit besonderem Charakter eingeladen und erfuhr dabei überwältigende Resonanz. Besucher aus nah und fern kamen in das Dorf, das für seine Vereinsaktivitäten bekannt ist.

Da in diesem Jahr all die großen Veranstaltungen wie das Burggrabenfest des Musikvereins der Corona-Pandemie zum Opfer fielen, versuchte die Landjugend mit einer pfiffigen Idee der coronabedingten Situation gerecht zu werden und plante unter Federführung von Maren Lang diesen samstäglichen Gummistiefel-Flohmarkt. Das Wetter besserte sich von Stunde zu Stunde. Nachmittags war die Parkzone beim Pfarrgarten voll belegt. Radfahrer und Spaziergänger lockte es in den beschaulichen Ort. Wer dann durch das schmucke Dorf wanderte und dabei die in voller Blumenpracht stehenden Vorgärten bewundern durfte, entdeckte allenthalben stehende, liegende und aufgehängte Gummistiefel. Die gab es nicht zu kaufen, sondern dienten als Wegweiser zu einem der insgesamt 63 Flohmarktstände, die verstreut im ganzen Dorf aufgebaut worden waren.

Ortsvorsteher Frieder Skowronski, der selber zusammen mit seiner Familie einen mit zahlreichen Raritäten - darunter ein Dampfmaschinenkraftwerk - bestückten Flohmarkt aufgebaut hatte, war sichtlich stolz auf seine Dorfgemeinschaft und die riesige Unterstützung durch die Bürgerschaft. Auf die Frage: „Warum habt ihr denn diese großartige Aktion nicht am Uferweg des idyllisch gelegenen Burgweihers durchgeführt“, gab er zur Antwort, dass dies behördlich wegen der Corona-Pandemie nie genehmigt worden wäre. Auf dem eigenen Grundstück sei dies bezüglich all die jetzt geltenden Schutzregelungen jedoch möglich und erlaubt. Unter Vordächern, in Lauben, Hütten, Garagen, selbst im Freien auf Tapeziertischen war Gebrauchtes, Getragenes zum Verkauf angeboten worden. Da gab es hochwertige Kleidungstücke, Spielsachen, Schmuckgegenstände, echter Trödel aus früherer Haushaltsführung, Bücher.

Fündig geworden sind viele der Besucher und die waren dann auch mit den Preisen höchst zufrieden. Bücher kosteten beispielsweise nur 50 Cent, Kinderroller gab es für 8 Euro. Schnäppchen gab es in Hülle und Fülle und handeln konnte man auch. Auch die 21-jährige Ideengeberin und Organisatorin Maren Lang hatte zusammen mit den Eltern ein recht umfangreiches Flohmarkt-Angebot zusammengestellt und bekannte strahlend, dass sie über den Verlauf und auch den Erlös glücklich sei.

 

Fotobericht: Rudi Martin

 

Bilder vergrößern - Klick ins Bild!

 

--------------------------------------------------

halloRV

­